Wenn du schon eine Weile bloggst, haben sich sicher einige Artikel angesammelt, die inzwischen nicht mehr zu 100 Prozent auf dem aktuellen Stand sind. Bei einem Blick auf die Statistiken gibt es dabei wahrscheinlich ein paar Artikel, die trotz der hochwertigen Inhalte nicht gut im Ranking waren. Solche Blogartikel lassen sich mit einfachen Mitteln recyclen und auf den neuesten Stand bringen. Wenn du alte Blogartikel aktualisieren möchtest, kannst du deinen Besucher:innen mit wenig Aufwand frischen Content anbieten und einen ordentlichen Reichweitenboost erzielen.

[Der Artikel wurde am 11.12.2025 vollständig überarbeitet und aktualisiert.]

Seit einiger Zeit kommen bei der Aktualisierung von alten Blogartikeln auch die Anforderungen für eine KI-Optimierung von Texten hinzu. Es reicht nicht mehr, die Texte für SEO zu aktualisieren, sondern jetzt gilt es, verschiedene Aspekte der KI-Suche zu berücksichtigen.

Schritt 1: Aktualisiere veraltete Informationen

Frage dich zunächst, welche Inhalte deines Blogartikels nicht mehr dem aktuellen Stand der Dinge entsprechen. Das ist bei Tutorials oder bei Statistiken ganz besonders wichtig, aber auch in Unternehmensbereichen, in denen du in der Zwischenzeit mit einer neuen Methode oder neuen Tools arbeitest.

Recherchiere sorgfältig und gehe alles noch einmal sorgfältig durch. Die Texte müssen jetzt nicht mehr auf ein Longtail-Keyword optimiert werden. Die neue semantische Keywordrecherche erfordert Inhalte, die das Thema in der Tiefe behandeln. Die Texte dürfen also auch durch verwandte Themen und ähnliche Begriffe angereichert werden.

Schritt 2: Passt die Zielgruppe noch?

Wenn sich deine Zielgruppe verändert hat, solltest du deine Artikel auf jeden Fall anpassen. Dies ist zum Beispiel auch der Fall, wenn du bisher auf deiner Website die Besucher:innen gesiezt hast und aufgrund der veränderten Zielgruppe die Besucher:innen inzwischen duzt.

Kläre ab, ob der Artikel dem Wissensstand der Besucher:innen entspricht. Fortgeschrittene benötigen andere Informationen als Anfänger:innen. Du könntest den Artikel so aufbauen, dass beide Gruppen von den Inhalten profitieren.

Sprich die Sprache deiner Zielgruppe

Ergänze deinen Text daher durch direkt umsetzbare und verständliche Tipps. Lösche unwichtige Details, die keinen Mehrwert bieten, mit Blick auf die Zielgruppe und die Suchintention. Zusätzlich kannst du deinen Text mit passenden Beispielen abrunden. Für die fortgeschrittenen Leser:innen kannst du noch Expertentipps einflechten. Anfänger:innen profitieren von kurzen Erklärungen oder Definitionen in hervorgehobener Form.

Schreib den Text in einer klaren verständlichen Sprache, die deine Zielgruppe versteht. Dies mögen auch KI-Suchsysteme.

FAQ-Bereich mit W-Fragen

Mit dem Plugin Rank Math kannst du unter dem Text häufig gestellte Fragen abbilden. Verwende dabei W-Fragen und biete eine ausführliche und leicht verständliche Definition der Begriffe. Gib in der Suche des Block Editors den Begriff Rank Math ein und es werden dir passende Blöcke im Block Editor angezeigt.

Schritt 3: Verbessere die Benutzererfahrung

Bei langen Beiträgen macht es Sinn, ein Inhaltsverzeichnis hinzuzufügen. Dafür gibt es verschiedene Plugins, die du im Design anpassen kannst und die dir die Arbeit abnehmen. Diese dienen der Benutzerfreundlichkeit, da sie den Blogartikel strukturieren und einen schnellen Überblick über die Inhalte ermöglichen.

Achte auf eine leser- und SEO-freundliche Formatierung deiner Blogbeiträge, indem du die H-Ebenen oder Überschriften-Hierarchie beachtest, kurze Absätze wählst und relevante Begriffe fettest. Auch sollten Sätze und Worte nicht zu lang sein.

Lockere den Textfluss auf durch Listen oder Aufzählungen. Um die Lesererfahrung zu verbessern, kannst du noch interessante Grafiken, ein Video oder Bilder hinzufügen.

Wenn du ein neues Angebot oder einen Newsletter anbietest, kannst du beides im Verlauf des Artikels als Popup oder Texteinschub platzieren oder per Button darauf verweisen.

Schritt 4: Sind die Keywords und die Suchintention noch relevant?

Recherchiere zunächst noch einmal das Keyword beziehungsweise die Suchintention deiner Besucher:innen, bevor du mit der Überarbeitung beginnst. Dadurch stellst du sicher, dass du die passenden Inhalte lieferst. Das sind Inhalte, Begriffe und Fragen, nach denen deine Zielkund:innen suchen. Frage dich, ob jeder Satz und jeder Sinn-Abschnitt innerhalb des Blogbeitrags für die Suchintention der Besucher:innen relevant ist und deren Fragen beantwortet oder Probleme löst.

Um den Beitrag für die KI-Suche zu optimieren, kommt es jetzt auf die semantische Keywordsuche an. Die Texte müssen nicht mehr auf ein bestimmtes Longtail-Keyword einheitlich optimiert werden. Das Thema sollte jetzt umfassend behandelt werden, so dass auch verwandte Themen und Begriffe vorkommen dürfen. Das beinhaltet auch die Verwendung von Synonymen, ähnlichen Formulierungen und Wortphrasen.

Schritt 5: Überprüfe die SEO-Einträge und technische Einstellungen

Nachdem du deinen Beitrag überarbeitet hast, solltest du noch einen Blick auf den Title-Tag, die Meta Description, die Alt-Attribute der Bilder und das Fokus-Keyword werfen. Nutze für die Überprüfung gerne auch dein SEO-Plugin (bevorzugt Yoast SEO oder Rank Math). Ist alles noch aktuell? Falls nicht, füge relevante Anpassungen hinzu.

Das Keyword

Überprüfe zusätzlich, ob das Keyword und die Ergebnisse der semantischen Keywordrecherche in den Zwischenüberschriften, im Fließtext sowie im Permalink, im Alt-Text der Bilder und in der Meta Description enthalten sind.

Der Title und die Meta Description

Überprüfe, ob der Title Text und die Meta Description im SERP Snippet des Beitrags noch zum aktualisierten Inhalt passen. Die SERP Snippets sind die Texte zu einem Link in der Linkliste der Suchergebnisseite bei Google.

Zur Meta Description kannst die aktuelle Jahreszahl und auch Emojis hinzufügen. Die Meta Description ist der kurze Text, der unter deiner URL in den Google-Suchergebnissen angezeigt wird. Beispiel: „[2026] Hier erfährst du…“. Dadurch lenkst du im Suchverlauf bei Google die Blicke auf deinen Eintrag. Gestalte die Meta Description so, dass sie dazu einlädt, deinen Beitrag zu öffnen und zu lesen.

Interne und externe Verlinkungen

Ein weiterer SEO-relevanter Punkt sind die internen und externen Verlinkungen in einem Text. Überprüfe die vorhandenen Links und ergänze oder ersetze sie durch aktuelle interne und externe Verlinkungen. Verweisen andere Beiträge auf den Beitrag, den du gerade aktualisierst? Wenn nicht, hole dies nach. Dadurch weist du dem Beitrag aus SEO-Sicht eine höhere Relevanz zu.

SchemaMarkup

Strukturierte Daten oder SchemaMarkup lässt sich auf einfache Weise mit Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math umsetzen. Es handelt sich dabei um einen Code, der es KI-Tools erleichtert, Inhalte auszulesen und zu kategorisieren. Das SchemaMarkup dieses Blogbeitrags ist zum Beispiel Article. In meinem Beitrag „So wirst du mit Generative Engine Optimization in KI-Tools sichtbar“ kannst du in leicht verständlicher Form nachlesen, worum es bei SchemaMarkup geht.

Schritt 6: Passen die Überschriften noch?

Stell dir vor, dein alter Blogartikel enthielt fünf Tipps, die du jeweils in den Überschriften benennst. Nach der Überarbeitung sind es eventuell mehr Tipps geworden. Auch die Inhalte deiner Absätze haben sich womöglich verändert. Prüfe beim Aktualisieren alter Blogartikel daher unbedingt, ob die Überschriften und Zwischenüberschriften noch passen.

In diesem Zusammenhang kannst du überprüfen, ob mit den neu hinzugekommenen Überschriften die Überschriftenhierarchie noch stimmig ist beziehungsweise die H-Ebenen korrekt gesetzt wurden.

H2-Überschriften mit W-Fragen

Ki-Tools mögen Überschriften mit W-Fragen. Das sind Fragen, die mit einem Fragewort wie wer, wie, was oder warum starten. Wo es passt, formuliere die H2-Überschriften als eine W-Frage. Zu viele W-Fragen in den H2-Überschriften wirken allerdings fantasielos und sperrig. Hier kannst du abwägen, wie du es umsetzen möchtest.

Die W-Fragen finden natürlich auch ihren Platz im FAQ-Block des Plugins Rank Math. Diesen kannst du unterhalb des Artikels platzieren.

Schritt 7: Gib deinem Blogartikel den letzten Schliff

Wenn du all diese Tipps umgesetzt hast, lies dir deinen Blogartikel noch einmal durch. Gibt es noch inhaltliche Brüche oder doppelte Inhalte? Passt die Gliederung des Textes zur inhaltlichen Aktualisierung? Findest du noch Rechtschreibfehler? Lass den Text jetzt noch mindestens eine Nacht liegen und schau dann noch einmal drauf.

Du bist zufrieden mit dem Ergebnis? Dann raus damit.

Fazit

Es gibt einiges, was zu beachten ist, wenn man einen Blogartikel aktualisieren möchte. Manchmal werden die Änderungen sich im Rahmen halten, ein anderes Mal können die Aktualisierungen einen weit größeren Umfang einnehmen. Entscheide, ob es dann besser ist, den Artikel lieber ganz neu zu schreiben. Wenn du mal nicht weißt, über welches Thema du schreiben könntest, ist das Aktualisieren und Überarbeiten eines Blogartikels eine gute Lösung, um Inhalte neu zu pushen und zu promoten, zum Beispiel auch in den sozialen Medien.

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Was ist eine Überschriftenhierarchie?

Überschriften auf Websites und in Blogartikeln werden durch sogenannte H-Ebenen strukturiert. Die Anordnung der H-Ebenen definiert die Überschriftenhierarchie. Sie sind in Zeiten der KI-Suche wichtiger denn je, denn sie sind eine Möglichkeit, Struktur in den Webauftritt zu bringen.

Es gibt die folgenden H-Ebenen: H1, H2, H3 und H4. Das sind die am häufigsten verwendeten H-Ebenen. Des Weiteren gibt es noch H5 und H6, welche nur in seltenen Fällen zur Anwendung kommen.

Die H1 ist immer der ersten Überschrift vorbehalten und sollte das wichtigste Keyword enthalten. Sie kommt nur einmal vor und sollte auf jeder Seite und in jedem Blogartikel eingesetzt werden.

Alle weiteren H-Ebenen strukturieren die jeweils höhere H-Ebene: Die H2 strukturiert die H1, die H3 strukturiert die H3 und so weiter.

Wichtig ist noch die richtige Reihenfolge. Es darf keine H-Ebene ausgelassen werden. Das passiert manchmal auf Webseiten, was man leicht mit einfachen SEO-Extensions im Chrome Browser überprüfen kann.

Was bedeutet SchemaMarkup und wozu dient es?

Bei Schema Markup handelt es sich um Code, der es Suchmaschinen erleichtert, Inhalte wie Texte, Bilder oder Videos präzise zu verstehen und in der Suche darzustellen.

Als SEO-Anfänger:in kannst du SchemaMarkup zunächst vernachlässigen. Dies übernehmen Plugins wie YoastSEO oder RankMath. Es reicht, wenn du weißt, wofür die Einstellung im Backend steht und was sie bedeutet.

Mit der Markup-Hilfe von Google, einem Schema Markup Generator oder der Chrome Extension Schema Builder for Structured Data kannst du deine Inhalte überprüfen.

Was sind SERP Snippets?

SERP-Beispiele einer klassischen Google-Suchergebnisseite

SERP (Abkürzung für Search Engine Result Page) bedeutet Suchmaschinen-Ergebnisseite. Das ist die Seite, die dir angezeigt wird, wenn du ein Stichwort googelst.
 
SERP Snippets sind die Vorschau eines Suchtreffers in den Google Suchergebnissen. Die Snippets bestehen aus dem Titel der Webseite, einer kurzen Textvorschau – der Meta Description – und der URL.
 
Die SERP Snippets sollten nicht nur für einzelne Webseiten, sondern
auch für jeden Blogartikel optimiert werden, damit die Blogartikel in den Suchergebnissen gut dargestellt werden und die Interessierten zum Anklicken einladen.

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