Blog-SEO besteht aus nervtötender Keywordarbeit und GEO ist ein interessantes Magazin, das für seine ausführlichen Reportagen und beeindruckenden Fotostrecken bekannt ist? Wenn in diesem Artikel von GEO die Rede ist, handelt es sich um Generative Engine Optimization, also die Optimierung von Blogartikeln und Webseiten, um in KI-Suchmaschinen erwähnt zu werden. Und beim 7. Meetup der Blogtastisch-Reihe ging es genau um diese Themen: SEO und GEO für Corporate Blogs.
Wie es dazu kam
Vor ein paar Monaten sprach mich Thomas Riedel an, der Initiator der Bloggerkonferenz, und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, bei seiner virtuellen Meetup-Reihe Blogtastisch! Meetup für die Bloggosphäre etwas zum Thema Bloggen beizusteuern. Ich sagte spontan zu, dass ich mir vorstellen könnte, etwas zum Thema Blog-SEO beizutragen. Daraus entstand schließlich eine Session für das siebte Meetup am 20. Mai mit dem Titel "SEO für Blogs" mit den Fragen: "Ist Blog-SEO tot? Und was sind die SEO-Essentials bei (Corporate) Blogs? Was hat sich 2025 durch KI geändert?".
Das Meetup
Die Blogtastisch-Meetups starten mit einer Begrüßung in lockerer Runde. Dann geht es in Breakout Sessions zum gegenseitigen Kennenlernen und Austauschen zum Meetup-Thema. Nach den Breakout Sessions folgt eine dreiteilige Umfrage zum Meetup-Thema. Es folgt die Session zum Meetup-Thema und zum Schluss schließt sich eine Frage- beziehungsweise Diskussionsrunde an.
Die Umfragen
Beim siebten Meetup ging es darum, wer sich mit SEO beschäftigt, wer weiß, was GEO ist und was wir regelmäßig für unseren Blog an SEO machen. Beim Thema SEO und GEO waren die Kenntnisse und der jeweilige Hintergrund sehr unterschiedlich, wie die nachfolgenden Bilder zeigen.
Wie viel SEO machst du für deinen Blog?
Bei der Frage "Wie viel SEO machst du für deinen Blog?" antworteten 50 % mit "Versuche, das Eine oder Andere umzusetzen". 14 % antworteten mit "Ich habe einen Blog. Ich schreibe in meinen Blog." und "Minimales SEO". Bei 21 % geht's ans Eingemachte: "Alles was geht, nur so rollt der Rubel!".
Schon mal was von GEO gehört?
Die Frage "Schon mal was von GEO gehört?" wurde von 13 % beantwortet mit "Habe ich schon mal ausprobiert" und von 20 % mit "NA klar, Generative Engine Optimization". Keine Ahnung wie das geht.". Die meisten Teilnehmenden antworteten mit 67% mit "Gutes Magazin, lese ich immer beim Zahnarzt". Das hat mich nicht gewundert, schließlich ist der Begriff für Nicht-SEO-Freaks noch ziemlich neu.
Was ich regelmäßig für meinen Blog an SEO mache
Bei der Frage danach, was wir regelmäßig für unseren Blog machen, kamen die meisten Antworten zu den Begriffen "Optimierung", "Yoast SEO" und "Keywordrecherche" und "nichts". Es folgten noch weitere Begriffe, die im Rahmen von Blog-SEO eine Rolle spielen.
SEO für Blogs und KI in 2025
SEO für Blogs und die Änderungen durch KI in 2025 - das ist ein weites Feld. Wie ich in sozialen Medien lesen konnte und in meinen Blog-Workshops immer wieder erlebe, stehen viele Blogger:innen mit SEO auf Kriegsfuß. Zu viel Technik und zu viel an nervtötender Keyword-Recherche. Und dann noch das Verteilen der Keywords im Text - alles Dinge, die kreativen Autor:innen, Journalist:innen und Blogger:innen keinen Spaß machen. Dabei sind Keywords nur ein kleiner Teil der SEO-Aspekte, die bei einem Blog eine Rolle spielen.
In meiner Session habe ich versucht zu vermitteln, dass man bereits mit wenigen Schritten viel für SEO tun kann. Und dass es bei Blog-SEO auf mehr als die Keyword-Recherche ankommt. Die Session habe ich nach den folgenden Kriterien aufgebaut:
SEO Basics für jeden Blog
Bei den SEO Basics geht es aus meiner Sicht im ersten Schritt darum, die eigene Zielgruppe zu kennen und die Ziele des Blogs zu identifizieren (als Teil eines Blogkonzepts). Im zweiten Schritt geht es darum, die Inhalte für Online-Texte zu optimieren, das heißt, die Texte passend zu strukturieren. Daneben bin ich eingegangen auf die
Kernziele für Corporate Blogs,
Textstruktur und Sprachstil bei Online-Texten und einige Aspekte der
technischen On-Page-Optimierung.
Wohin geht die Reise im Jahr 2025?
Zu einer Session zum Thema Blog-SEO gehört natürlich auch ein Ausblick auf die jüngsten Entwicklungen. Hier bin ich auf den Einfluss von KI auf das Suchverhalten der Menschen, die Content-Produktion und die merkbaren Folgen eingegangen. Es stellt sich aktuell die Frage, ob der eigene Blog noch Relevanz hat, und - vor allem für Corporate Blogs ein Thema - die Frage, wie man es schafft, dass der eigene Blog in KI-Suchmaschinen erwähnt beziehungsweise als Quelle herangezogen wird. Daneben habe ich einen kurzen Ausflug zu den AI Overviews gemacht und gezeigt, mit welchen Suchanfragen man die AIO triggert.
Für wen schreiben wir in Zukunft?
Auch wenn manche Blogs so wirken, als wenn sie rein für SEO oder GEO geschrieben wurden, bloggen wir doch in erster Linie, um unsere Leser:innen zu erreichen und in einen gemeinsamen Austausch einzutreten. Das sollte auch in Zukunft so sein. Aber ohne SEO wird es schwierig, Reichweite zu erzielen. SEO wird weiterhin die Basis sein, gerade dann, wenn wir unseren Blog für die KI-Suchmaschinen optimieren wollen. Womit wir dann beim Thema GEO angelangt sind.
Wie kannst du GEO mit deinem Blog umsetzen?
Im weiteren Verlauf der Session bin ich auf die Kennzeichen von GEO eingegangen und darauf, welche Kriterien erfüllt sein sollten, wenn man GEO (Generative Engine Optimization) mit seinem Blog umsetzen möchte.
Auch die Rolle des E.E.A.T. -Prinzips und die semantische Keywordsuche waren Themen, die nicht unerwähnt blieben. Zum Schluss ging es noch um die Frage, wie der eigene Blog trotz Optimierung für SEO und GEO für die Leser:innen interessant bleibt.
Fazit
Gut recherchierte und strukturierte Blogartikel, die ein Thema in der Tiefe behandeln und gut formuliert sind, decken bereits mehrere Aspekte für SEO und GEO ab und haben die besten Chancen, von KI-Tools referenziert zu werden. Lassen wir uns nicht von Keywords hypnotisieren, sondern verwenden wir auch Synonyme beziehungsweise eine breit angelegte Wortwolke um das Kernthema herum.
Auch die Überarbeitung und Aktualisierung bereits vorhandener Blogartikel sind ein probates Mittel, um den Blog KI-fit zu machen - vorausgesetzt, wir gehen thematisch in die Tiefe, schreiben nutzerzentriert und bauen unterschiedliche Fragetypen ein.
Das Wichtigste ist allerdings, Trends zu beobachten und sich fortlaufend anzupassen, wenn man auch in Zukunft Schritt halten möchte mit den aktuellen Veränderungen.
Die Sketchnote zur Session
Eine Teilnehmerin des Meetups, Roberta Bergmann, hat eine Sketchnote zur Session erstellt:
Der Session-Mitschnitt
Bei YouTube kannst du meine Präsentation mit allen Details nachhören:
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Die Bilder stammen von Thomas Riedel; die Umfragebilder sind während der 7. Session entstanden. Die Sketchnote stammt von Roberta Bergmann und ist ebenfalls während der 7. Session des Blogtastisch! Meetups entstanden.
Falls du mehr zum Thema Blog-SEO erfahren möchtest, schau gerne bei meiner Blog-Kategorie SEO vorbei.
Schon immer war ich eine leise Revoluzzerin, die vieles anders machen wollte. Menschen, die mich nicht so gut kennen oder gekannt haben, sahen in mir früher das stille, schüchterne Mädchen und später die nette, empathische Frau, die keiner Fliege etwas zuleide tun kann. Zum Teil stimmt dies auch, aber nur zum Teil. Während des Studiums wurde ich sogar "Engel" genannt und ich konnte es nicht ausstehen. Dabei wurde vom äußeren Eindruck schnell auf das gesamte Wesen oder den Charakter geschlossen. Aber stille Wasser sind tief, so sagt man, und so kann sich so manche Überraschung hinter der ruhigen Fassade verstecken.
Wie alles anfing
Ein entscheidender Moment war das Jahr, als ich meinen 12. Geburtstag feierte. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der Männer ihren Ehefrauen noch verbieten durften, erwerbstätig zu sein. Männer haben damals ihren Frauen auch andere Dinge verboten oder haben es zumindest versucht: zum Beispiel, mit welchen Freundinnen sie sich trafen.
Dabei fiel mir damals auf, dass die Frauen häufig Wege fanden, die an sie gestellten Erwartungen nicht zu erfüllen und doch das zu tun, was sie wollten. Aber irgendwie kam mir das immer sehr schräg vor, weil es heimlich geschehen musste. So wollte ich nicht leben. Und so wurde – ohne dass es mir bewusst war – eine frühe Feministin in mir geboren.
So viele Fragen
Ich stellte mir viele Fragen, wie zum Beispiel: Warum sollen nur Männer mit der Bohrmaschine umgehen können? Das wollte ich auch! Vor allem vor dem Hintergrund, dass viele Männer handwerklich nicht so begabt waren, wie sie es vorgaben oder sie sich wünschten.
So kam es, dass ich mir einen DIY-Diodenbausatz mit blinkenden Lichtern zulegte und auch erfolgreich zusammenbaute. Zur gleichen Zeit wollte ich Pilotin werden. Kurze Zeit später wählte ich Informatik als Wahlfach in der Schule. Ich wollte mir beweisen, dass ich alles tun kann, auch als Mädchen.
Wahlfreiheit und Ungleichheit
Heute können wir über solche kindlichen Gedanken und Wünsche lachen, denn wir Frauen haben eine viel größere Wahlfreiheit als damals. Und dennoch, wenn ich an den Gender Pay Gap, an den Renten-Pay-Gap und den Care Pay Gap und an das Bild der Frauen in den Medien denke, so haben wir noch viel zu tun. Feminismus war, ist und wird wahrscheinlich noch eine ganze Weile ein umstrittenes Thema bleiben, mit vielen unterschiedlichen Auslegungen sowie regionalen und internationalen Unterschieden.
Würde ich mich heute als Feministin bezeichnen? Ja und nein. Auf der einen Seite gibt es noch viel zu tun, nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt. Auf der anderen Seite erscheinen mir manche Forderungen und Interpretationen des modernen, westlichen Feminismus zu extrem oder zu einseitig, auch wenn ich sehe, dass sie ihre Berechtigung haben.
Trotz Widerständen etwas ändern
Eines habe ich mir seit der damaligen Zeit erhalten: Es war mir immer wichtig, alles bewusst zu hinterfragen. Im Fall der Fälle habe ich immer Wege gefunden, Dinge zu ändern, einen Schlussstrich zu ziehen oder wegzugehen, wenn es mir wichtig war – und auch gegen große Widerstände mein Leben zu gestalten. Ohne diese Fähigkeit hätte ich nicht drei Kinder allein aufziehen und mich nicht selbständig machen können – trotz Gegenwind, Entmutigung und sehr wenig Unterstützung.
Heute bin ich allerdings froh, wenn mir jemand die Schlagbohrmaschine aus der Hand nimmt und mir das Bohren von Löchern in harten Ziegelwänden abnimmt oder andere handwerkliche Dinge übernimmt. In der Regel bleiben diese Dinge allerdings nach wie vor an mir hängen, weil ich ein Händchen für Handwerkliches habe. Finde ich aber gar nicht so schlimm. Viel wichtiger ist die Frage:
Was habe ich daraus gelernt?
Es lohnt sich, Aufgaben im Leben – und dabei denke ich nicht nur an handwerkliche Aufgaben – anzupacken und in Angriff zu nehmen, von denen man nie geglaubt hat, dass man es schafft. Das macht sehr stark und schenkt den Mut, vieles anders zu machen, als andere es von uns oder wir es von uns selbst erwarten. Dies ändert auch das Bild, das wir uns von uns selbst gemacht haben. Denn manchmal stehen wir uns mit unseren Vorstellungen selbst im Weg.
Gleichzeitig ist es gesund, es sich leicht zu machen und Aufgaben abzugeben, um nicht immer alles selbst in die Hand nehmen zu müssen. Wir dürfen uns Hilfe holen, um schneller voranzukommen oder um uns nicht zu verausgaben.
Die goldene Mitte finden
Wie bei vielen anderen Dingen auch, besteht die Kunst darin, die goldene Mitte zu finden: anpacken, wo es nötig ist, und daneben loslassen, wo es möglich ist, um die eigenen Ressourcen zu schonen, und manche Dinge laufen zu lassen.
Die 70er-Jahre liegen weit zurück. In der Gleichstellung von Mann und Frau hat sich ein bisschen was getan, aber noch lange nicht genug. Und ich komme jetzt in das Alter, in welchem Frauen häufig unsichtbar werden oder es schon lange sind. (Die alte Feministin erwacht.)
Mein Plan? Alles anders machen.
Beigefarbene Garderobe? Nein, danke. Kurze Haare? Jetzt nicht. Gesehen werden? Ja, bitte. Coding studieren und White-Hat Hacking lernen. Einen Etsy-Shop eröffnen, um meine kunsthandwerklichen Exponate zu verkaufen. Es kribbelt in meinen Fingern. Ein paar weitere Revoluzzer-Ideen stehen bereits auf meiner Liste.
Mal sehen, was noch kommt. Ich werde sicher vieles anders machen als erwartet.
Wissenswertes
Das Bild stammt von gstockstudio (Adobe).
Dieser Blogartikel ist aus der 55. Blognacht von Anna Koschinski entstanden. Anna lud uns zum folgenden Impulsthema ein: „Wo brichst du gezielt die Regeln? Kleine Revoluzzer-Story“.
In einem Meetup für Webdesignerinnen wurde ich vor kurzem gefragt, mit welchen Tools ich meinen Alltag als Webdesignerin strukturiere und die Zusammenarbeit mit Kund:innen organisiere. Am selben Tag wurde ich auf Claudia Gabels Blogparade "Deine liebsten Tools für strukturiertes Arbeiten!" aufmerksam. Beides nehme ich zum Anlass, um dir heute zu zeigen, welche meine effektivsten Tools für strukturiertes Arbeiten als Webdesignerin ist.
Es gibt sieben Gruppen von Tools, mit denen ich fast täglich arbeite:
Technik-Tools, die direkt mit Webdesign in Verbindung stehen
Grafik-Tools
Tool für die Website-Wartung
Projektmanagement-Tools
Administrative Tools
Tools für Passwörter und den Austausch sensibler Daten
Tools für die Kommunikation
Die wichtigsten Technik-Tools für mich als Webdesignerin
Die Tools, die ich hier nenne, sind unverzichtbar, aber es sind längst nicht alle Plugins und technischen Tools, die ich verwende. Das betrifft auch den Punkt Suchmaschinenoptimierung. Hierauf tiefer einzugehen, würde den Umfang dieses Artikels sprengen. So nenne ich hier die Tools, die ich auch meinen Kund:innen empfehle.
WordPress
WordPress ist ein Open-Source Tool, das jedem und jeder kostenlos zur Verfügung steht (nicht zu verwechseln mit wordpress.com). Es handelt sich dabei um ein äußerst flexibles Content Management System, das fortlaufend von Freiwilligen weiterentwickelt wird. Mit WordPress baue ich Websites für meine Kund:innen.
Die grundlegenden Funktionen von WordPress werden durch Plugins erweitert. Mit der Wahl eines Themes legen wir das Design fest, um es ganz vereinfacht auszudrücken.
Divi Elegant Themes
Während der Trend dahin geht, WordPress Websites mit dem Gutenberg Editor aufzubauen, setzen viele und so auch ich noch auf Page Builder, die ohne Programmierkenntnisse bedient werden können. Ganz ohne Codekenntnisse geht es nun doch nicht, aber im Prinzip wäre es möglich.
Ich habe mich auf den Page Builder Divi von Elegant Themes spezialisiert, nachdem ich diverse andere Page Builder kennengelernt und mit ihnen gearbeitet habe. Divi hat viele Vorteile:
Auch Anfänger:innen (Kund:innen) kommen nach einer Einführung in die Basisfunktionen gut mit dem Page Builder zurecht.
Für diejenigen, die ein vorgefertigtes Design nutzen möchten, gibt es eine tolle Layout-Bibliothek.
Bei Fragen oder für die Weiterbildung bieten der Blog und die Ressourcensammlung von Elegant Themes für jedes Problem eine Antwort.
Auch der Support ist super und funktioniert über einen Chatbot, der zum Supportteam weiterleitet, wenn Bedarf besteht.
Meine Kund:innen erhalten von mir eine kostenlose Lifetime-Lizenz. Statt jährlich circa 99 Euro für den Page Builder zu bezahlen, habe ich mich für die einmalige Lifetime-Lizenz zum Preis von 249 Euro entschieden, mit der ich Lizenzen kostenlos an meine Kund:innen weitergeben kann.
Barrierefreiheitstools
Spätestens Ende Juni 2025 müssen viele Webseiten barrierefrei gestaltet werden. Hier gibt es verschiedene Tools, mit denen ich überprüfe, inwieweit eine Website bereits barrierefrei ist. Dazu nutze ich neben anderen vor allem die Chrome Extension Silktide Inspector Extension und den accessScan von accessiBe.
Für die schnelle Überprüfung: Silktide
Die kostenlose Silktide Inspector Extension bietet verschiedene Anwendungen in Form einer Liste an, die man Schritt für Schritt abarbeiten kann. Dazu gehören der Accessibility Checker, Color Contrast, Alt-Text-Prüfung, Screenreader, Focus Order, Landmarks, Linküberprüfung, Hierarchie der Headings oder H-Ebenen, Impaired Vision, Color Blindness und Dyslexia. Über dieses Tool erhalte ich einen ersten Überblick, wo noch Baustellen vorhanden sind.
Geht in die Tiefe: der accessScan
Der accessScan von accessiBe bietet in der kostenlosen Version bereits viele Einsichten bezüglich der digitalen Barrierefreiheit einer Website. Man gibt die URL einer einzelnen Webseite in die Suchmaske und erhält nach einer Weile die Ergebnisse für diese eine Seite. Dabei gehen die Ergebnisse noch mehr in die Tiefe als bei Silktide.
Gleich oben erhält man das Gesamtergebnis: non-compliant oder accessible. Anhand von Symbolen und dem Score in rot oder grün erfährt man, wo die Seite verbesserungswürdig ist und inwieweit der Test bestanden wurde. Unter Requirement kann man nachlesen, an welchen Stellen und auf welche Weise der Fehler behoben werden kann. Dabei erfährt man auch, wo Änderungen im Code notwendig sind.
Neben dem Score gibt es noch die Bewertung "Neutral". Ein "Neutral Score" kann bedeuten, dass dieser Punkt entweder nicht vorhanden ist, wie zum Beispiel das fehlende Menü auf einer Landingpage, oder dass er irrelevant ist. Auch in der kostenlosen Version kann man sich im Anschluss einen Report an die eigene E-Mail-Adresse senden lassen.
Gut zu wissen
Grundsätzlich ist es wichtig, zu wissen, dass Tools zum Überprüfen der Barrierefreiheit nie zu 100 % sichere Ergebnisse ausgeben. Wir sind auch immer selbst gefragt, die Ergebnisse zu überprüfen und die Barrierefreiheit der jeweiligen Website laufend zu gewährleisten. Wenn du mehr dazu erfahren möchtest, schau gerne bei meinem Beitrag "Digitale Barrieren sind häufig unsichtbar" vorbei.
Bildoptimierung: ShortPixel Image Optimizer
Bevor ich Bilder auf die Website hochlade, wandle ich sie in einem Grafiktool in die passende Größe um, um die Ladezeit der Website nicht zu verlangsamen. Man kann danach aber noch mehr tun, um die Ladezeit zu verbessern, zum Beispiel indem die Bilder komprimiert und in ein Web-taugliches Format umgewandelt werden. Für diesen Schritt habe ich mir das kostenpflichtige Plugin ShortPixel Image Optimizer zugelegt und empfehle es gerne weiter.
Das Plugin komprimiert nicht nur verschiedene Bildformate nach dem Hochladen auf die Website automatisch, sondern wandelt sie ebenfalls automatisch in das webp-Format um. Dadurch spare ich mir den aufwändigen Schritt über ein weiteres Tool vor dem Hochladen.
Ich empfehle bei Interesse, eines der Credit Packages zu wählen, die man einmalig buchen kann. Mit 30.000 Bildern für den Preis von 19,99 $ kommt man eine ganze Weile aus. Das hört sich zunächst nach einer Vielzahl von Bildern an. Pro hochgeladenem Bild erzeugt WordPress automatisch verschiedene andere Formate, zum Beispiel Vorschaubilder, so dass man irgendwann doch upgraden muss. Für meine Anwendungen reicht das Plugin zwei bis drei Jahre aus.
DSGVO: Plugin easyrechtssicher Link zur EU-DSGVO
Dieses Plugin habe ich in Form einer Agenturlizenz gebucht und es ist gekoppelt an einen Datenschutz- und Impressumgenerator. Die im Generator erzeugten Texte werden über einen API Key auf der Website eingebunden. Wenn sich Formulierungen in den Rechtstexten ändern, so werden diese vom Anbieter RA Kandelhaard und seinem Programmierteam implementiert und sie erscheinen automatisch auf der Website.
SEO: Plugin Rank Math
Um alle Seiten, Beiträge und Bilder für SEO zu optimieren, verwende ich das Plugin Rank Math, das besonders für das Schreiben von Blogartikeln hilfreich ist. Das Plugin ermöglicht die einfache Erstellung des Auszugstextes und der SERP-Texte und bietet die Überprüfung eines Blogartikels auf verschiedene SEO-Aspekte hin an. Es gibt noch viele weitere Features, die hier den Rahmen sprengen würden. Mehr zum Thema SEO erfährst du in meinem Beitrag "Dein Start mit SEO: Die 16 wichtigsten Basics" oder unter der Blog-Kategorie SEO.
Meine beliebtesten Grafik-Tools als Webdesignerin
Es gibt zwei Grafik-Tools, auf die ich nicht verzichten möchte. Es sind Canva Pro und das Adobe Color Wheel. Daneben nutze ich noch - je nach Anwendung - die Tools Gimp und Paint.
Canva Pro
Das Grafiktool Canva lässt sich kostenlos nutzen, aber ich habe mich für die Pro-Version für 110 Euro im Jahr entschieden, da ich hier viele zusätzliche Tools und KI Apps nutzen kann und auf eine große Bibliothek von Vorlagen, Bildern und Elementen Zugriff habe.
Canva nutze ich, um Website- und Blog-Bilder für den Website Upload zu optimieren: Die Bilder schneide ich in Canva auf die passende Größe zu und lade sie im richtigen Dateiformat und mit dem optimalen Dateinamen herunter, um sie im Anschluss auf der Website hochzuladen. Es gibt verschiedene Bildbearbeitungstools in Canve, mit denen ich die Bilder in der Tonalität an die Brandingfarben der Website anpassen kann.
Website-Vorschau in Canva
Manche Kund:innen benötigen eine visuelle Vorschau auf das neue Design der einzelnen Webseiten, um für sich neue inhaltliche Ideen zu entwickeln und um abzugleichen, ob das Design für sie passend ist. Das realisiere ich mit der Website-Design-Funktion in Canva. Die Kundin oder der Kunde erhalten von mir einen Link zu diesem Design mit der Möglichkeit, das Design anzusehen und zu kommentieren.
Nutzung für Begleitmaterialien
Daneben nutze ich Canva für Präsentationen, für Social Media Posts sowie zur Erstellung von Workbooks, Leitfäden und E-Books und weiteren Marketingmaterialien.
Alle Kund:innen erhalten von mir vor dem Start ein Willkommensbuch, das wichtige Eckdaten, den Zeitrahmen und viele weitere, für die Zusammenarbeit wichtige Informationen enthält. Dieses Willkommensbuch habe ich mit Canva erstellt.
Des Weiteren erhalten die Kund:innen von mir Vorlagen, die ich mit Canva erstellt habe, zum Beispiel Grafiken, die den Aufbau einer Über-mich-Seite illustrieren.
Adobe Color Wheel
Das Tool Adobe Color Wheel dient mir in seiner kostenlosen Version als Hilfe bei der Erstellung von Farbpaletten. Toll ist hier, dass man die Farben auf Barrierefreiheit testen und in der Bibliothek speichern kann.
Farbpaletten erzeugen
Über das Color Wheel oder Farbrad ist es möglich, sich Farbpaletten zu einer ausgesuchten Farbe erstellen zu lassen. Dabei kann man unterschiedliche Farbharmonien (ähnlich, monochromatisch, Triade, komplementär und so weiter) zur Anwendung bringen und auch den Farbmodus (RBG, HSB und LAB) einstellen.
Lädt man ein Foto hoch, so lässt sich daraus ein Farbthema extrahieren. Darüber hinaus lassen sich auch Farbverläufe aus einem Foto extrahieren. Das ist hilfreich, wenn Kund:innen noch kein eigenes Branding haben und vorerst auf die Buchung einer Brand oder Grafik Designerin verzichten möchten.
Schön ist auch, dass man die erstellten Farbpaletten in der eigenen Adobe Bibliothek speichern und mit Namen versehen kann. Des Weiteren kann man sich von Adobes Farbpaletten-Bibliothek inspirieren lassen.
Werkzeuge: Für Farbenblinde geeignet?
Bei den Barrierefreiheitstools von Adobe kann man unter Werkzeuge zwei Optionen auswählen: "Für Farbenblinde geeignet" und die Kontrastprüfung. "Für Farbenblinde geeignet" zeigt an, ob es sich bei der gewählten Farbpalette um passende Farben handelt oder nicht. Dies wird in Form von Farbkonflikten dargestellt. Manche Farben unterscheiden sich für Farbenblinde nicht, wie man im Bild unten gut erkennen kann. Diese Farben sehen für Farbenblinde identisch aus, was in manchen Fällen auf der Website unerwünscht ist.
Die Kontrastprüfung
Die Kontrastprüfung zeigt auf, wann eine Schrift oder ein Icon im Verhältnis zur Hintergrundfarbe zu klein oder schlecht lesbar sind. Adobe zeigt hier den Grad des Kontrastes an und liefert eine Vorschau von normalem Text, großem Text und Grafikelementen und weist die Attribute "bestanden" oder "nicht bestanden" aus.
Über "Farben importieren" lässt sich auch hier ein Foto hochladen. Über Pucks (Markierungspunkte), die man auf dem Foto hin und her bewegt, kann man Farben aussuchen und für die Kontrastprüfung heranziehen.
Tool für die Website-Wartung
Neben Webdesign biete ich Bestandskunden die Website-Wartung an. Darin sind inbegriffen die Updates von Plugins, Themes, Übersetzungen und von WordPress. Zusätzlich gibt es unter anderem einen Sicherheitscheck und einen Check der Ladezeit. Um die Arbeit zu dokumentieren, verwende ich das Plugin ManageWP, das eine übersichtliche Oberfläche hat und leicht zu bedienen ist. Man kann das Plugin kostenlos nutzen oder aber bestimmte Funktionen kostenpflichtig zu einem geringfügigen Preis hinzubuchen, wie zum Beispiel der Check, wann eine Website down ist.
Tools für das Projektmanagement
Konzeption mit Excel
Um den Kund:innen einen Überblick über die geplanten Seiten und Inhalte zu geben und gemeinsam Inhalte auszutauschen, nutze ich eine Excel-Mappe mit mehreren Tabellenblättern. Die erste Tabelle enthält die zukünftige Sitemap der Website. Diese listet alle Seiten der Website übersichtlich auf und zeigt, welche Inhaltselemente jede einzelne Seite enthält.
Alle weiteren Tabellenblätter stehen jeweils für eine Webseite. Hier gebe ich Vorschläge, welche Inhalte die jeweilige Seite darstellen könnte. Die Kund:innen können hier ihre gewünschten Texte hinterlegen, die ich im Anschluss auf der Website integriere. In weiteren Spalten können Alternativen und Bemerkungen eingefügt werden. Es gibt auch einen Absatz für die SERP-Texte.
Dies ermöglicht ein strukturiertes Arbeiten und verhilft auch meinen Kund:innen zu einem besseren Überblick über das Website-Projekt.
Asana
Mit Asana strukturiere ich nicht nur meine Woche, sondern halte ich zusätzlich meine täglichen, regelmäßigen, monatlichen und jährlichen To Dos fest. Ich habe auch mit Trello und Notion gearbeitet, aber das Projektmanagementtool Asana liegt mir mehr, was zum Teil am aufgeräumten Design liegt.
Neben der Strukturierung und Planung meiner ToDos nutze ich Asana als Redaktionsplan für Social Media, den Newsletter und meine Blogartikel. Daneben verwende ich das Tool für meine Jahresplanung beziehungsweise Quartalsplanung und setze mir Quartalsziele oder -aufgaben.
In Website-Projekten mit Kund:innen halte ich in Asana für mich den Workflow der nächsten Arbeiten fest. Daneben notiere ich in Asana die wichtigsten Aufgaben der Projektphasen.
Smartphone-Notizen-App
Während ich früher mit Evernote und mit OneNote als Notizenapp gearbeitet habe, bin ich inzwischen auf ein ganz einfaches Tool umgeschwenkt: eine einfache Notizenapp, die vom Anbieter bereits auf meinem Handy implementiert worden war. Ich nutze sie, um auf die Schnelle Ideen festzuhalten, die mir zwischendurch in den Sinn kommen: seien es die nächsten Produktideen, Ideen für Social Media, den Newsletter oder Themenideen für Blogartikel.
Ideenspeicher
Jedes Thema hat eine eigene Liste, die ich zu einem späteren Zeitpunkt heranziehe, zum Beispiel wenn ich eine Idee für einen Social Media Post suche. In der App halte ich auch Ideen fest, die mir während der Konkurrenzanalyse begegnen oder beim Scrollen durch ein soziales Netzwerk. Manche Ideen kommen mir während eines Spazierganges, andere vor dem Schlafen gehen oder im Gespräch mit einer Kundin. Mit dieser einfachen Notizenapp geht mir nichts mehr verloren.
Was hat das mit Webdesign zu tun? Die Ideen benötige ich, um meine Expertise zu zeigen, Angebote vorzustellen oder Wissenswertes zum Thema Webdesign in meinen Newslettern zu vermitteln.
Administrative Tools für die Zusammenarbeit mit Kund:innen
Microsoft Office und OneDrive
Ich arbeite zum einen mit Microsoft Office Business 365, das neben dem OneDrive-Cloudspeicher und Outlook viele weitere nützliche Apps beinhaltet. In OneDrive speichere ich alle kundenrelevanten Dateien ab, die direkt mit der Website in Verbindung stehen. Sensible Daten speichere ich auf der Festplatte des Rechners.
Dropbox
Um Backups automatisiert extern, also außerhalb der Website zu speichern, verwende ich die Dropbox. Nur diese Cloudlösung lässt sich kostenlos mit dem Plugin UpdraftPlus verbinden, das die Backups der Website erzeugt.
Des Weiteren verwende ich die Dropbox für den Dateienaustausch mit Kund:innen. Bisher hat sich für mich gezeigt, dass dies auf diesem Weg einfacher als mit anderen Cloudlösungen funktioniert. Dabei geht es um das Logo, Bilder und Schriften für die Website und Videos und nicht um persönliche Informationen, die ich ausschließlich per E-Mail oder per sicherem Passwortlink austausche. Die Kund:innen laden die Medien in die jeweiligen Ordner hoch, so dass ich einen schnellen Überblick über die vorhandenen Medien erhalte.
Google Drive
Manche Kund:innen bevorzugen den Dateienaustausch über Google Drive. Auch dies ist möglich und bietet viele Vorteile. In Google Drive habe ich das Abnahmeprotokoll hinterlegt, dass ich am Ende der Zusammenarbeit gemeinsam mit meinen Kund:innen durchgehe und das Ende des Website-Projekts kennzeichnet.
Terminbuchungstool Calendly
Um das langwierige Hin- und Herschreiben mit Kund:innen bei der Terminfindung zu vermeiden, habe ich irgendwamm das Termintool Calendly als kostenloses Tool in meine Kommunikationsprozesse eingebaut. Calendly ist direkt mit meinem Kalender, mit meinem E-Mail-Client und mit Zoom verbunden, wo sich die gebuchten Termine synchronisieren. Das erspart mir sehr viel Arbeit, weil dadurch ein neuer Kundentermin direkt im Kalender geblockt wird und ich gleichzeitig eine Nachricht darüber erhalte. Ein Terminbuchungstool ist für mich unersetzlich.
Tools für Passwörter und den Austausch sensibler Daten
Passwortmanager LastPass
Es gibt diverse Passworttools, die sich auch für den Austausch sensibler Daten oder neuer Benutzerzugänge mit Kund:innen eignen. Für meine eigenen Zugänge, zum Beispiel zu Websites, die ich betreue, nutze ich den Passwortmanager LastPass, mit dem ich sehr gute Erfahrungen gemacht habe.
Der sichere Passwortlink
Eine Zeitlang habe ich versucht, Passwörter und andere Zugänge mit meinem Passwortmanager LastPass auszutauschen. Dies hat oft nicht so funktioniert, wie ich es mir vorgestellt habe, und es hat viel Zeit gekostet, die Vorgehensweise den Kund:innen zu erklären. Daher bin ich irgendwann auf den sicheren Passwortlink umgestiegen, um sensible Daten auszutauschen.
Bei diesem Link gibt man die sensiblen Daten in einen Texteditor ein. Es wird ein Einmal-Link erzeugt, den man seinen Kund:innen per E-Mail zusenden kann. Sobald der/die Kund:in den Link geöffnet hat, müssen die Inhalte gespeichert werden. Nach einer gewissen Zeit oder wenn man ein zweites Mal versucht, den selbstzerstörenden Link aufzurufen, werden die Inhalte automatisch gelöscht.
Tools für die Kommunikation
E-Mail-Kommunikation
Die Kommunikation mit meinen Kund:innen erfolgt in der Regel per E-Mail und per Zoom. Tools wie Slack, WhatsApp oder Telegram nutze ich bei Website-Projekten nicht, da ich alle Informationen an einem Platz benötige und gerne in Kundenordnern ablege. So arbeite ich effizient, ohne mich zu verzetteln.
Zoom oder Teams
Für das Kennenlern-, das Vorgespräch und alle weiteren Projektgespräche verwende ich Zoom oder Teams von Microsoft Office 365. Hier kann ich direkt am Bildschirm den Fortschritt des Projektes zeigen. Zum Ende der Zusammenarbeit erhalten meine Kund:innen eine Einführung in den Page Builder und wichtige Funktionen der Website, die ich in Zoom oder Teams aufzeichne und im Nachgang als Video zur Verfügung stelle. Die neue KI-Funktion von Zoom erlaubt automatisierte Zusammenfassungen, was in manchen Fällen sehr praktisch ist. In Teams kann ich die Transkriptionssoftware nutzen und im Nachgang von Copilot zusammenfassen lassen.
Fazit
Bei Tools, die ich für Webdesign-Projekte einsetze, kommt es mir darauf an, dass sie effizient arbeiten, leicht zu bedienen, übersichtlich und kundenfreundlich sind. Was nützt mir das coole Projektmanagementtool, das momentan überall gehypt wird, wenn meine Kund:innen nicht damit zurechtkommen? Daher lege ich Wert auf Einfachheit und Verlässlichkeit. Daneben müssen die Tools alle Prozesse effizient und vollumfänglich unterstützen.
Im Moment fasse ich bereits weitere Tools für den Webdesign-Prozess ins Auge, die die Zusammenarbeit noch effizienter gestalten und manche Prozesse noch besser abbilden sollen. Wenn du Fragen zu einem der Tools hast oder mehr zum Thema Webdesign erfahren möchtest, komm gerne auf mich zu.
Wer mit einem Blog startet, fragt sich oft, wie man den richtigen Schreibstil findet. Auch Menschen, die es gewohnt sind, viel zu schreiben oder zu veröffentlichen, stehen vor dieser Frage. Denn die Art und Weise, wie in unterschiedlichen Medien geschrieben wird, lässt sich nicht immer 1:1 auf den eigenen Blog übertragen.
In einem Unternehmensblog geht es beispielsweise nicht darum, akademische Inhalte zu vermitteln, wie man es von wissenschaftlichen Publikationen kennt. Vielmehr geht es darum, die potentiellen Kunden und Kundinnen direkt anzusprechen. Das Ziel ist, die Inhalte so zu vermitteln, dass die Zielgruppe sie versteht und eine Lösung ihrer Probleme und Herausforderungen beziehungsweise einen Weg dorthin erhält.
Contenterstellung mit KI-Tools
Spätestens seit 2023 wird die Contenterstellung durchKI-Tools im großen Maß erleichtert. Wäre es nicht möglich, die von KI-Tools generierten Texte direkt zu übernehmen? Abgesehen von rechtlichen Fragen muss man sich fragen, ob die KI-generierten Texte - trotz gut gewählter Prompts - wirklich nach dir, nach deinem eigenen, individuellen und einzigartigen Schreibstil klingen. Wieviel von deiner Persönlichkeit spiegeln solche Texte wider?
In Zeiten, in denen Texte inflatorisch von KI-Tools generiert werden, kommt es noch stärker als zuvor darauf an, Texte mit Persönlichkeit zu verfassen. Erst mit Texten, die Persönlichkeit zeigen, wirst du für deine potentiellen Kunden und Kundinnen sichtbar und als Person greifbar.
Wie findest du den richtigen Schreibstil?
Zunächst einmal sei gesagt, dass es den einen richtigen Schreibstil nicht gibt, wohl aber Empfehlungen für das Schreiben von Online-Texten und Blogartikeln. Die Empfehlungen dienen der leichteren Verständlichkeit, sind auch gut für die Suchmaschinenoptimierung und geben den Artikeln eine Struktur.
Die heutige Informationsflut führt dazu, dass wir nicht immer die Zeit haben, alle gebotenen Inhalte in ganzer Länge zu lesen. Eine klug gewählte Textstruktur ermöglicht es den Leser:innen deiner Blogtexte, in kurzer Zeit die Inhalte zu scannen, also zu überfliegen. Erst dann entscheiden sie, ob sie den gesamten Text lesen möchten oder nicht.
Die 9 wichtigsten Regeln für Online-Texte
Nichts ist schlimmer als eine sogenannte Textwüste, die schon rein visuell erschlagend wirkt. Die folgenden Regeln oder Tipps dienen dem schnellen Erfassen und einer verbesserten Struktur der Texte. Wenn du die folgenden Tipps befolgst, bist du schon einen Schritt weiter auf dem Weg zu deinem richtigen Schreibstil.
Schreibe kurze Sätze mit einem Gedanken pro Satz.
Vermeide verschachtelte Sätze, wo dies möglich ist. Vor allem vermeide Satzmonster, die sich auf einen ganzen Absatz erstrecken.
Auch besonders lange und komplizierte Wörter sowie Fachbegriffe sind zu vermeiden.
Wo man auf Fachbegriffe nicht verzichten kann, ist es hilfreich, diese im Textfluss, in Form einer Notiz oder anhand einer Fußnote zu erläutern.
Halte die Absätze kurz.
Fette pro Absatz eine relevante Phrase oder einen Begriff, aber keinen ganzen Satz.
Setze passende Zwischenüberschriften, die das Keyword und seine Synonyme enthalten. Vermeide dabei Keyword Stuffing oder die monotone Wiederholung des Hauptkeywords.
Baue Listen ein und ergänze sie durch einen einleitenden Text.
Schreibe so, als wenn du mit deinen Leser:innen sprechen würdest, aber vermeide überflüssige Füllwörter.
Diese Tipps bilden die Basis für jeden Online-Text. Sie sind allerdings noch kein Garant für einen gut geschriebenen Text. So entsteht die Frage, wie sich der richtige Schreibstil finden lässt und wie er sich von anderen Quellen abhebt.
5 inhaltliche Tipps für den richtigen Schreibstil
Wenn wir die neun Regeln für Online-Texte befolgen, haben wir eine gute Basis für leicht lesbare Online-Texte gelegt. Um den richtigen oder persönlichen Schreibstil zu finden, kommt es auf weitere Aspekte an, mit denen wir unsere Texte bereichern und auf die nächste Stufe heben. Individuelle Texte entstehen zum Beispiel durch
eine persönliche Sicht auf die Materie
die Wiedergabe eigener Erfahrungen und Learnings im Rahmen eines Prozesses
eine passend zum Branding gewählten Bildsprache und eine entsprechende Auswahl an Metaphern
Storytelling: Geschichten und Beobachtungen aus deinem Leben oder dem deines Umfelds
die Erläuterung deiner ganz eigenen Methode oder Vorgehensweise
Hierbei geht es nicht darum, launig daher zu plaudern - es sei denn, es ist das Ziel deines Blogs, die Leser:innen zu unterhalten. Die genannten Tipps unterstützen dich im Prozess auf dem Weg zu einem eigenen Schreibstil und einer unverwechselbaren Schreibstimme, die einen Wiedererkennungswert bietet.
Deine persönliche Sicht auf die Materie
Wenn du deine persönliche Sicht widergibst, ermöglichst du die Identifizierung der Leser:innen mit deinen Werten, deinen Vorstellungen und Zielen.
Die Wiedergabe eigener Erfahrungen
Indem du über eigene Erfahrungen und Schwierigkeiten schreibst, nimmst du den Leser:innen die Scheu vor dem Thema. Du kannst sie ermutigen, den ersten Schritt zu gehen oder die nächste Hürde zu bewältigen.
Die passende Bildsprache und die Wahl an Metaphern
Zum Inhalt passende sprachliche Bilder, Vergleiche und Metaphern erleichtern das Verständnis komplizierter oder komplexer Zusammenhänge. Bilder bleiben leichter im Kopf hängen und fördern die Erinnerung an das Gelesene.
Wenn es im Branding um neue Abenteuer geht, werden diesprachlichen Bilder anders ausfallen, als wenn es im Branding um die Betonung von Sicherheit und Verlässlichkeit geht. An dieser Stelle lohnt es sich, die Werte und Ziele des eigenen Unternehmens von der sprachlichen Seite her anzugehen und passende Begriffe und Metaphern zu definieren.
Storytelling muss nicht schwer sein
Viele denken beim Wort Storytelling gleich an ausformulierte Geschichten, die erheitern oder zum Nachdenken anregen. Wem es nicht liegt, Geschichten zu erzählen, kann Ereignisse aus dem eigenen Leben wiedergeben, die einen Bezug zum gewählten Thema haben. Dabei gilt es, den schmalen Grat zwischen persönlichen und privaten Inhalten auszuloten.
Deine besondere Methode
Auch dieser Aspekt spielt in den Schreibstil mit rein: die Entwicklung einer eigenen Methode und vielleicht sogar eines Signature-Produktes. Indem du Aspekte deiner Methode in deine Texte einfließen lässt, erhalten deine Inhalte noch mehr Persönlichkeit und Individualität.
Wie erreichst du dies alles?
In meinen Anfängerkursen erlebe ich es oft, dass die Teilnehmenden die genannten Schreibtipps als eine riesige Herausforderung ansehen. Es kommen schließlich noch Aspekte der Suchmaschinenoptimierung hinzu, wie zum Beispiel die Keywordsuche und Bilder-SEO. Auch der Umfang an Themen, die ein Blogartikel abdeckt, verursacht häufig Kopfschmerzen.
Manche Teilnehmende versuchen, gleich im ersten Anlauf alles zu beachten, und sind nach 3000 Wörtern noch immer nicht fertig mit ihrem ersten Blogartikel. Andere halten ihre Blogartikel lieber weiterhin unter Verschluss. Manche trauen sich nicht, online zu gehen, weil ihnen die Artikel zu kurz erscheinen oder der Inhalt als nichtssagend empfunden wird.
Es macht aus meiner Sicht weder Sinn, alles gleich richtig zu machen, noch gar nicht den Anfang zu wagen. Das einzige, was beim Finden des richtigen oder persönlichen Schreibstils hilft, ist Üben, Üben, Üben. Dranbleiben und weitermachen, auch wenn der eigene Text zu Beginn noch nicht überzeugt. Das Bewusstsein und das Gespür für einen guten Text wächst mit der Praxis des Schreibens.
Es gibt kein Risiko
Das Schöne bei einer eigenen Website ist, dass du dir jederzeit deine Beiträge noch einmal vornehmen und sie verbessern kannst. Ich habe meinen ersten Blogartikel zum Beispiel innerhalb der ersten drei Jahre mehrmals überarbeitet, bis ich mit dem Inhalt zufrieden war.
Darüber hinaus werden beim Start eines Blogs zunächst nur wenige Menschen auf die Beiträge aufmerksam werden. Nutze diese Phase, schreibe häufig und verbessere nach und nach die ersten Blogbeiträge, bevor die Beiträge von einer größeren Leserschaft aufgerufen werden.
Wie sich die Markensprache entwickelt
Auch die Branding- oder Markensprache fällt nicht plötzlich vom Himmel. Ihre Entwicklung ist an weitere Faktoren gebunden wie zum Beispiel die Festlegung der Unternehmenswerte und die genaue Definition der Zielgruppe, ihrer Schmerzpunkte und der Nische.
Auch spielen die Lösungen, die wir unseren Kund:innen bieten, eine Rolle bei der Definition der Markensprache. Wenn ich beispielsweise Abenteuerreisen anbiete, ist die Kundenansprache eine andere, als wenn ich Rechtschutzversicherungen vermittle. Im ersten Fall geht es um Begriffe rund um das Thema Abenteuer und neue Herausforderungen, im zweiten Fall um das Thema Sicherheit. Beide Themen benötigen ihre eigene Begrifflichkeit.
Fazit
Es gibt viele Übungen, Methoden und Richtlinien für gutes Schreiben und das Finden des eigenen Schreibstils. Um mit dem Bloggen zu starten, reicht es vorerst, wenn du die 9 wichtigsten Regeln für Online-Texte berücksichtigst.
Für das Bloggen braucht es einen langen Atem. Durch fortdauerndes Üben näherst du dich dem für dich und deine Kunden und Kundinnen "richtigen" Sprachstil und findest du die Worte, die deine Persönlichkeit widerspiegeln und bei den Kund:innen Anklang finden.
Wenn meine Kund:innen eine neue Website oder einen Website Relaunch planen, steht häufig irgendwann die Frage im Raum, was der perfekte Name für die Blog-Seite sei. Damit ist nicht die Seite eines Blogartikels genannt, denn diese werden bei WordPress standardmäßig "Beitrag" genannt. Die Blog-Seite ist in der Regel die Übersichtsseite, die die jüngsten Blogartikel anzeigt. Aber da geht noch mehr. Denn je nach Content, der auf der Blogseite vorgestellt wird, bieten sich andere Bezeichnungen an.
Die Blog-Seite ganz klassisch
Wenn du mit einem Blog startest, bietet sich die klassische Bezeichnung „Blog“ sehr gut an. Unter dem Begriff Blog verstehen die Besucher:innen einer Website in der Regel sofort, was gemeint ist. Solange du auf dieser Seite außer deinen Blogartikeln nur noch die Kategorien aufführst und vielleicht noch auf deinen Newsletter verweist, ist die Bezeichnung "Blog" der treffendste Begriff.
Sobald mit der Zeit andere Formate auf der Blog-Übersichtsseite hinzukommen, gibt es weitere Möglichkeiten, die Seite zu benennen, wie zum Beispiel:
Medien
News
Ressourcen
Content Hub
Es ist aber kein Muss, der Blog-Übersichtsseite einen anderen Namen als "Blog" zu geben. Hole dir hier gerne ein paar Anregungen.
Für kurze Inhalte: Medien oder News
Wenn du keine Zeit für Blogartikel hast, aber gelegentlich auf Branchennews, Studien, Events oder andere interessante Inhalte mit kurzen Texten hinweisen möchtest, könntest du die Blogseite passend dazu “Medien” oder “News” nennen.
Ich möchte dich gerne einladen, hier noch einmal zu prüfen, auf welche Weise du deinen Besucher:innen längere Contentformate anbieten kannst, denn kurze Inhalte zahlen nur wenig auf die Reichweite und die Sichtbarkeit deiner Website ein.
Wenn du externe Inhalte bündeln möchtest: Ressourcen
Außer Blogartikeln bietest du Links und Verweise auf externe Ressourcen wie Artikel zu einem bestimmten Thema oder zu Tools an? Dann bietet sich für deine Blog-Seite als Titel “Ressourcen” an.
Bei einer Seite mit dem Titel "Ressourcen" überwiegen in der Regel die Hinweise auf externe Quellen gegenüber den eigenen Blogartikeln. Dadurch bietest du deinen Besuchern einen Mehrwert, weil sie Zeit einsparen bei ihrer Recherche.
Du kannst die Bezeichnung Ressourcen natürlich auch verwenden, wenn du nicht auf externe Quellen verlinkst, sondern die Ressourcen deines eigenen Unternehmens für deine Kund:innen sichtbar machen und zur Verfügung stellen möchtest, wie zum Beispiel im Rahmen eines Content Hubs. Zu den Ressourcen können deine Kurse, Templates, E-Books und Ratgeber gehören.
Für Fortgeschrittene: Content Hub
Auf deiner Blog-Seite geht es nicht nur um deine Blogartikel, sondern du hast verschiedene Contentkanäle und Formate, die du abbilden möchtest? Dann bietet sich “Content Hub” als Name der Blogseite an.
Wenn du nicht nur bloggst, sondern noch Videos bei YouTube veröffentlichst, verschiedene Social-Media-Kanäle betreibst und einen Podcast unterhältst, kannst du in deinem Content Hub deine Marketingaktivitäten bündeln und es deinen Besucher:innen vereinfachen, auf all deine Kanäle zuzugreifen.
Außer den genannten Kanälen kannst du im Content Hub auch Whitepaper und Infografiken abbilden, Unternehmens-News veröffentlichen, Ratgeber zur Verfügung stellen - auch zum Download - und auf Workshops oder Seminare verweisen. Letztendlich kannst du hier deinen gesamten Content vereinen und deinen Besucher:innen zur Verfügung stellen.
Typische Beispiele sind die Blogseite von Adobe und die Blogseite vonHubspot. Bei Hubspot findest du auf der Seite im Menü verschiedene Einträge, die dich zu den passenden Abschnitten der Content-Hub-Seite führen: Newsletters, Videos, Podcasts und Resources. Ein Content Hub ist somit ein strategisch wirksames Tool auf der Customer Journey deiner Kund:innen und zahlt in großem Maße auf die Reichweite und Sichtbarkeit deiner Website ein.
Fazit
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eigenen Content auf der eigenen Website darzustellen: als Blog, Medien, News, Ressourcen oder als Content Hub. Jedes dieser Formate zahlt auf unterschiedliche Weise auf die Customer Journey ein. Die reichweitenstärksten Formate sind in der Regel der Blog und der Content Hub.
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Das Bild stammt von Polina Zimmermann (Pexels).
Du möchtest wissen, wie ein Blog technisch umgesetzt wird? Dann lies gerne weiter im Artikel Blog erstellen leicht gemacht.