Wenn es um das Bloggen geht, so sind mir in den letzten Jahren einige Mythen und Meinungen begegnet. Ein Teil dieser Mythen rund ums Bloggen kann weitreichende Folgen haben. Im Folgenden räume ich mit den meist gehörten oder gesehenen Mythen rund ums Bloggen auf.
Inhaltliche und strukturelle Mythen rund ums Bloggen
Mythos 1: Du kannst so schreiben wie für Printtexte
Das ist ein Mythos, der mir sehr oft begegnet - und nicht nur bei Anfängern. Es gibt sehr viele Blogs mit sogenannten Textwüsten, also mit Fließtexten, die nicht strukturiert sind. Allein der Anblick einer solchen Textwüste führt manchmal schon zum Verlassen einer Website.
Viele Leser:innen, die online unterwegs sein, "lesen" nicht die Artikel, sondern scannen sie. Bei der Flut an Informationen, der wir heute im Internet begegnen, müssen wir oft sehr schnell entscheiden, ob wir einen Inhalt lesen, abspeichern oder wegklicken wollen.
Um den Leser:innen diese Entscheidung zu erleichtern, hat sich eine bestimmte Textstruktur bewährt, die darüber hinaus auch auf die SEO einzahlt. Dazu gehören neben einer aussagekräftigen Überschrift ein ansprechender Teasertext im ersten Absatz, der die wesentlichen Aspekte zusammenfasst.
Darüber hinaus sollte der Text durch verschiedene Zwischenüberschriften, viele Absätze, Listen, Fettungen usw. strukturiert werden, an denen das Auge Halt findet. In den Zwischenüberschriften und im Fließtext sollten die Keywords enthalten sein. Am Ende des Textes kannst du noch ein Fazit anbieten und auf deine Angebote hinweisen. So erleichterst du den Besucher:innen das Lesen deiner Online-Texte.
Mythos 2: Lange verschachtelte Sätze zeugen von Kompetenz
Das Gegenteil ist der Fall. Wichtig ist es, möglichst kurze Sätze zu formulieren. Pro Satz sollte ein Gedanke ausgedrückt werden. In sehr komplexen Fachgebieten kommt man um eine verschachtelte Ausdrucksweise nicht immer herum. Auch hier sollest du versuchen, deine Sätze zu "entzerren".
Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math helfen dabei herauszufinden, wie es um die Lesbarkeit deiner Artikel bestellt ist. Man darf die Einschätzungen allerdings nicht überbewerten, da sie sich an der englischen Sprache orientieren. Es lohnt sich dennoch, den Text auf die Optimierungsvorschläge hin zu untersuchen und gegebenenfalls anzupassen.
Mythos 3: Je mehr Fachwörter, desto beeindruckter sind deine Kunden
Wer möchte nicht als Expert:in seines/ihres Faches gelten? Um als Expert:in von seinen Kund:innen anerkannt zu werden, braucht man kein Fachchinesisch. Orientiere den Stil und die Wahl von Fachwörtern am Kenntnisstand deiner Zielgruppe.
Du schreibst für eine akademische Leserschaft, die sich mit deinen Fachbegriffen auskennt? Kein Problem, du solltest auf jeden Fall Fachwörter verwenden und neue Fachbegriffe erläutern.
Wenn du für eine Leserschaft schreibst, die keine Experten auf deinem Gebiet sind, gilt: Je weniger unverständliche Fachwörter du verwendest, desto besser verstehen deine Kunden deine Texte und kommen gerne wieder zurück auf deinen Blog.
Mythos 4: Du brauchst keine Kategorien
Wenn du frisch mit einem Blog startest, brauchst du nicht unbedingt Kategorien. Beim Aufbau eines Unternehmensblogs oder Corporate Blogs hingegen empfehle ich, bereits vor dem Aufbau des Blogs über Kategorien nachzudenken.
Die Kategorien unterteilen deine Blogartikel in Themenbereiche. Wähle am besten drei bis fünf und maximal sieben Kategorien. Alles darüber verwirrt die Leser:innen und wird unübersichtlich. Bei den Kategorien sollte es sich um Oberbegriffe handeln, nicht aber um generische Begriffe wie zum Beispiel "Tipps".
Auf diese Weise schaffst du eine inhaltliche Struktur, die von Google erfasst werden kann. Damit trägst du zu einer sinnvollen SEO bei. Darüber hinaus kannst du die Kategorien auch als Sitemap an die Google Search Console weitergeben.
Daneben wirkt sich eine sinnvolle Kategorienstruktur positiv auf die Benutzerführung aus. Die Leser:innen müssen sich nicht durch eine Liste an Artikeln klicken, bis sie zu einem Artikel zu einem bestimmten Oberbegriff kommen, sondern können gezielt den Oberbegriff aussuchen und sich in dem angezeigten Themenbereich umschauen.
Mythos 5: Je kürzer die Texte, desto besser
Es gibt keine Faustregel, wie viele Wörter ein Blogartikel haben sollte, aber es gibt Empfehlungen. Ein Blogartikel ist keine Produktbeschreibung, die mit wenigen Sätzen auskommt. Blogbeiträge sollten immer so lang sein, wie das Thema es hergibt. Optimal ist eine Mindestlänge von circa 600 Wörtern pro Blogartikel. Allerdings ist es kontraproduktiv, wenn du in Wiederholungen verfällst oder den Text künstlich aufblähst mit Adjektiven und Füllwörtern. Dies wird nicht nur Google, sondern auch den Leser:innen unangenehm auffallen.
Mythos 6: Jeder Blogartikel sollte mindestens 3.000 Wörter enthalten
Nein, das stimmt so nicht und lässt sich nicht verallgemeinern. Das hat verschiedene Gründe. Die meisten Leser:innen haben nicht die Zeit, regelmäßig Blogartikel in dieser Länge zu konsumieren. Um die Leserschaft dauerhaft zu binden, bieten sich kürzere Blogartikel an.
Besonders lange Blogartikel haben allerdings eine Signalwirkung auf die Crawler von Google. Mit sehr langen Beiträgen, die einen Mehrwert bieten, kannst du deine Expertise zeigen und deine Mitbewerber:innen ausstechen. Auch hier solltest du vermeiden, einen Artikel künstlich aufzublähen, um auf eine hohe Wortanzahl zu kommen.
Darüber hinaus kannst du mit Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math festlegen, ob ein Blogartikel mit einer Länge von circa 3.000 Wörtern zum Pillar Content deiner Website oder deines Blogs gehört, vorausgesetzt, dass es sich hier wirklich um einen Pillar Content handelt.
Die Skyscraper Technique oder Wolkenkratzertechnik
Bei besonders langen Blogartikeln spricht man auch von der Skyscraper Technique oder der Wolkenkratzertechnik. Diese Technik eignet sich für Keywords, die für deinen Blog oder deine Website besonders relevant sind. Du kannst mit einem solchen Blogartikel in deinem Fachgebiet hervorstechen. Was du dafür alles beachten solltest, hat SEO-Küche im Beitrag "Skyscraper Technique oder Wolkenkratzer-Technik" sehr schön und verständlich beschrieben.
Wenn du ein oder zwei Blogartikel in dieser Art verfasst, kannst du sehr viel für die Reichweite deines Blogs tun. Dies ist nicht die einzige Methode, um Reichweite zu gewinnen. Wer erst am Anfang steht, was das Bloggen betrifft, sollte nicht gleich mit einem solch langen Artikel starten, es sei denn, es liegt aus anderen Bereichen Erfahrung mit dem Thema und dem Schreiben vor.
Wenn du mit deinem Blog startest, ist es zu Anfang sinnvoller, wöchentlich Blogartikel von circa 600 bis 1200 Wörtern zu veröffentlichen, um möglichst häufig Signale an Google zu senden. Nach einiger Zeit kann man die Frequenz verringern und sich auf eine Frequenz einpendeln, die alltagstauglich ist.
Mythos 7: Du darfst nichts Persönliches preisgeben
Es ist allein deine Entscheidung, in welchem Stil du schreibst und was du von dir als Person preisgibst. Bei trockenen Themen hat es sich bewährt, ein wenig Storytelling zu betreiben. Mit persönlichen Geschichten und Anekdoten versehen oder auch mit ein wenig Witz kannst du trockenen Inhalten Leben einhauchen und erreichen, dass sie nicht nur leichter verständlich sind, sondern auch gerne gelesen werden.
Wenn du von deinen Erfahrungen erzählst, können deine Leser:innen leichter eine Verbindung zum Inhalt und zu dir als Person aufbauen. Dadurch schaffst du Vertrauen. Zum Beispiel kannst du berichten, welche Probleme du selbst mit einer gewissen Sache gehabt hast, wie zum Beispiel dem Erstellen einer Website. Wenn du daraufhin in deinem Blogartikel eine Lösung anbietest, wird das Thema für die Leser:innen leichter nachvollziehbar.
Dennoch gibt es Momente, in denen wir abwägen sollten, wie viel wir von uns preisgeben wollen. Es gibt das geflügelte Wort: "Nicht privat, aber persönlich schreiben." Wäge für dich ab, wo dein privater Bereich beginnt, den du der Außenwelt vorenthältst. Gib trotzdem einige persönliche Dinge preis, die zu deinem Content passen.
Kreiere eine Blogpersönlichkeit, die du mit einigen Merkmalen persönlicher Natur ausstattest. Indem du diese Merkmale immer wieder in deinen Außenauftritt einfließen lässt, schaffst du einen Wiedererkennungswert. Gleichzeitig wirst du als Person greifbarer und nahbarer.
Mythos 8: Bloggen ist so was von gestern
Vor einiger Zeit hat Facebook die Konten, also Seiten, das Profil und den Business Manager einer Online-Unternehmerin - ich nenne sie hier Diana - bei Facebook und bei Instagram, die sich für das Bloggen stark macht, gelöscht. Einfach so, ohne Ankündigung.
Nicht nur das. Diana hatte eine florierende Facebookgruppe und sie hatte ihr Marketing zum großen Teil auf diese beiden Kanäle konzentriert. Kurz vor dem Launch einer jährlichen Blogparade wurden damit nicht nur die Profile, Seiten und Werbekonten gesperrt, sondern auch die Austauschmöglichkeiten mit ihrer sehr großen Community verwehrt. Zudem, und das empfinde ich als besonders tückisch, wurden die Profile und Konten all ihrer neun Mitarbeiter:innen ebenfalls ausradiert.
Ein Blog ist die Bühne, die dir gehört
Das ist ein krasses Beispiel, das in ähnlicher Form immer häufiger in bestimmten sozialen Netzwerken zu beobachten ist. Wenn du dein Marketing allein auf Social-Media-Kanäle oder Streamingdienste stützt, kann dir eines Tages alles weggenommen werden. Ein Blog hingegen gehört dir allein. Du kannst dort nicht nur deine Expertise zeigen, sondern auch deine Meinung äußern, ohne dass dir jemand die Rechte entziehen kann.
Mit verschiedenen Maßnahmen erzielst du mit deinem Blog langsam aber stetig Reichweite und ziehst genau die Kunden an, die zu dir passen. Deine Artikel werden auch nach Jahren noch gelesen und verschwinden nicht nach Sekunden in den Tiefen deines Feeds.
Vor diesem Hintergrund ist Bloggen ein zeitloses Medium, das immer noch - oder sollte ich sagen: mehr denn je? - seine Berechtigung hat, wenn es um den Aufbau von Reichweite und Expertise geht. Mehr dazu kannst du in meinem Artikel "12 Gründe für den Start eines Blogs" nachlesen.
Rechtliche Mythen rund ums Bloggen
Da ich keine Rechtsanwältin bin, darf ich hier keine rechtliche Beratung anbieten. Im Folgenden gebe ich lediglich ein paar Hinweise, die man beachten sollte, wenn man eine Website oder einen Blog betreibt. Es handelt sich hier um die minimalen Anforderungen an Blog- oder Websitebetreiber:innen, die, wenn sie nicht beachtet werden, zu Abmahnungen führen können. Wenn du dich zu 100 Prozent absichern möchtest, empfehle ich dir, deine Website von einem/einer Rechtsanwält:in überprüfen zu lassen.
Mythos 9: Du brauchst kein Impressum
Egal ob du als Influencer:in, DIYler:in, Freelancer:in, Unternehmer:in, Solopreneur:in oder Künstler:in bloggst, du brauchst in der Regel ein Impressum. Der Anwalt Dr. jur. Ronald Kandelhaard sagt dazu, dass du gemäß "§ 5 Abs. 1 TMG ein Impressum [brauchst...], wenn Du als „Diensteanbieter“ deine Website „in der Regel gegen Entgelt“ anbietest und wenn sie „geschäftsmäßig“ ist."
Was ist ein Diensteanbieter? Du bist bereits Diensteanbieter, wenn du unentgeltlich für etwas wirbst, ohne dass die Besucher:innen etwas bestellen können. Vielleicht sprichst du eine Empfehlung aus für ein Produkt und schwupp kann es als Werbung ausgelegt werden. Als kommerzieller Anbieter oder wenn man die Website/den Blog aus beruflichen Gründen nutzt, braucht man in jedem Fall ein Impressum. Rein private Anbieter und manche gemeinnützigen Vereine sind von der Impressumspflicht ausgenommen.
Mythos 10: Du brauchst keine Datenschutzerklärung
Das gleiche gilt für die Datenschutzerklärung. Wenn du einen Blog betreibst, solltest du eine Datenschutzerklärung haben. In der Datenschutzerklärung werden alle Punkte rund um die Daten geklärt und abgesichert, die deinen Webauftritt betreffen: die Auswahl der Cookies, Newsletteranbieter, Auftritt in den sozialen Medien, das Content Management System, Google Analytics, Google Fonts und vieles mehr. Mit einer Datenschutzerklärung sicherst du dich ab und legst den Besucher:innen auf transparente Weise dar, welche Daten auf deiner Website erhoben werden.
Solltest du Hilfe benötigen bei der Erstellung deiner Rechtstexte wie dem Impressum und der Datenschutzerklärung, unterstütze ich dich gerne, gegebenenfalls auch mit dem DSGVO-Plugin.
Mythos 11: Du kannst Google Fonts ohne Einschränkung nutzen
Nein, leider nicht. Seit kurzem ist es in aller Munde, dass die Verwendung der kostenlosen Google Fonts ihre Tücken hat. Mit verschiedenen Plugins lässt sich das Problem lösen, indem die Fonts lokal gehostet werden. Manche Themes ermöglichen es, die gewählten Google Fonts lokal zu hosten, ohne dass du ein zusätzliches Plugin benötigst. Tricky wird es, wenn du die Fonts lokal hostest, aber eines deiner Plugins noch mit Google Fonts arbeitet. Hier hilft meist das Plugin OMGF.
Mythos 12: Du brauchst keinen aktuellen Cookie Banner
Das Thema Cookie Banner ist eine Geschichte für sich. Auf sehr vielen Websites befinden sich noch Cookie Banner, die schon lange nicht mehr den aktuellen rechtlichen Bestimmungen entsprechen. Die in der Datenschutzerklärung benannten Dienste und verwendeten Cookies sollten in der Regel abwählbar sein, was oft nicht der Fall ist.
Das bedeutet, sobald du YouTube, Google Maps, ein Terminbuchungstool wie Calendly oder Acuity Scheduling, eine Newsletteranbindung und andere Dienste verwendest, brauchst du einen leistungsfähigen und rechtssicheren Cookie Banner. Ich empfehle hier Real Cookie Banner von devowl.io, den ich auch selbst auf meiner Website verwende. Das Plugin verfügt über einen Scanner, der von allein die Dienste erkennt, die relevant sind.
Mythos 13: Du kannst Bilder jeglicher Herkunft verwenden
Nein, auf keinen Fall. Erkundige dich vorher, ob es Urheberrechtsbestimmungen gibt, bevor du ein Foto verwendest. Es gibt einige kostenlose Bilddatenbanken, wie zum Beispiel Pexels und Unsplash, deren Bilder du frei verwenden kannst. Lies vorher aber unbedingt die Lizenzvereinbarung.
Speichere dir das Bild mit Datum, Namen des Fotografen und Namen der Bilddatenbank ab. Erwähne die Fotograf:innen in deinem Impressum oder in der Nähe des Bildes auf deiner Website. In deinem Blog solltest du eine Bildunterschrift oder im oder unter dem Beitrag einen Hinweis auf die Fotograf:innen einbauen.
Halte dich auch bezüglich neuer gesetzlicher Vorschriften auf dem Laufenden. Dies betrifft auch das Impressum und die Datenschutzerklärung, die beide regelmäßig aktualisiert werden sollten. So kannst du kostspielige Abmahnungen umgehen.
Technische Mythen rund ums Bloggen
Mythos 14: Halte dich sklavisch an die Vorgaben deines SEO Plugins
Die Vorschläge und Vorgaben deines SEO Plugins, wie zum Beispiel Yoast SEO oder Rank Math, solltest du immer als Empfehlungen betrachten. Bestes Beispiel ist die Keyword-Dichte. Google achtet inzwischen nicht nur auf bestimmte Begriffe und festgelegte Satzphrasen, sondern die Crawler scannen die Texte nach Wortfeldern. Du darfst und solltest also auch Synonyme und leicht veränderte Keyword-Phrasen verwenden.
Die Plugins erkennen die Synonyme allerdings nicht an, sondern lediglich den exakten Wortlaut des Keywords oder der Keyword Phrase, die du eingegeben hast. Wenn du an dieser Stelle liest: "Keyword Density is 0.23 which is low,...", dann bedeutet das nicht unbedingt, dass du an deinem Text noch etwas ändern musst.
Ein weiteres Beispiel sind die Hinweise zur Lesbarkeit und zum Titel. Diese Hinweise sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Es reicht am Ende aus, wenn die Ampel nicht mehr rot ist, sondern die Farbe Orange anzeigt. Es müssen nicht alle Aspekte die Farbe Grün aufweisen.
Fazit
Es ranken sich viele Mythen rund ums Bloggen und ich hoffe, dass ich hier mit einigen aufräumen konnte. Die Mythen beziehen sich nicht nur auf die Texterstellung, sondern auch auf rechtliche und technische Themen. Wenn du meine Tipps berücksichtigst, hast du sehr viel für deinen Blog getan. Gerne unterstütze ich dich bei den rechtlichen und technischen Themen sowie beim Blogaufbau.
Manche Menschen, Dinge oder Gewohnheiten begleiten uns durch unser ganzes Leben, bis wir uns in der einen oder anderen Form voneinander verabschieden. Mein liebster Begleiter ist ein chinesischer Kugelschreiber und er begleitet mich seit fast vierzig Jahren.
Wenn du die Fotos auf meiner Website aufmerksam betrachtest, wirst du ihn irgendwann finden. Weder handelt es sich dabei um einen gewöhnlichen Kugelschreiber aus Kunststoff oder Edelstahl, noch um einen besonders wertvollen Kugelschreiber, wie man sie zum Beispiel von Cartier und anderen Anbietern kennt.
Es ist aber auch keine Billigversion, was das Wort "chinesisch" unter Umständen vermuten lässt, sondern mutet eher antik an. Mein Kugelschreiber verfügt weder über eine Goldlegierung noch über eine sorgfältig eingeritzte Gravur. Dennoch hat er einige positive Eigenschaften, die andere Kugelschreiber vermissen lassen.
Kugelschreiber: Massenware oder Luxusgut
Kugelschreiber gibt es wie Sand am Meer. Jeder kennt sie, die billige Massenware aus Kunststoff, die an jeder Ecke verscherbelt oder als Werbegeschenk verteilt wird. Meist halten entweder die Minen nicht lange oder das Material des Schreibgerätes nutzt sich schnell ab. Lieblos werfen wir sie in den Müll, sobald sie nicht mehr zu gebrauchen sind.
Es gibt natürlich auch die Schreibgeräte, die höher- bis hochpreisig sind und aus edlen Materialien bestehen. Sie sind meist langlebig und werden gerne verschenkt, wenn die Phantasie keine anderen Optionen zulässt und eine gewisse Wertschätzung dem Beschenkten gegenüber zum Ausdruck kommen soll. So werden sie zu Weihnachten, zum Jubiläum, zum Abi oder Uniabschluss verschenkt oder weitergereicht. Letzteres passiert, wenn ein solch wertvoller, aber ungeliebter Kugelschreiber vererbt wird.
Die Luxusvarianten der Kugelschreiber liegen nicht automatisch gut in der Schreibhand, weshalb auch sie häufig achtlos in einer Schublade des Schreibtisches verschwinden, wo sie zukünftig jahrelang vor sich hinschlummern. Oder sie bekommen ihren Platz auf der Designerablage, um ihrem Stellenwert als Prestigeobjekt gerecht zu werden und dort vor sich hin zu stauben.
Ein Lieblings-Schreibgerät
Dann gibt es die Kugelschreiber, die der Bezeichnung Schreibgerät alle Ehre machen. Sie liegen gut in der Hand, bestehen meist aus Metall und werden oft zum Lieblingskuli. Leider kann es auch hier passieren, dass die Mechanik nach einiger Zeit nicht mehr funktioniert, so dass die Mine sich nicht mehr verstecken lässt oder klemmt. Das hat oft zur Folge, dass die Kugelschreibertinte an Orten zu finden ist, wo sie nicht sein soll, oder der Kugelschreiber generell nicht mehr verwendbar ist, sobald die Mine leer ist. Ein neuer Kugelschreiber muss her.
Kurzlebigkeit versus Langlebigkeit
Welch eine Verschwendung! Vorbei die Zeiten, als ein Schreibgerät fast ein Leben lang hielt. Als man lediglich die Tinte oder die Mine austauschen musste. Aber es gibt hier und da noch oder wieder Modelle, die den heutigen Ansprüchen an Umweltverträglichkeit und Ressourcenschonung entsprechen.
Dazu gehört zum Beispiel mein Kugelschreiber, der mir im Laufe meiner Selbständigkeit zum liebsten Begleiter geworden ist. Nicht, dass es auch andere "liebste Begleiter:innen" gäbe. Heute geht es um meinen chinesischen, handgefertigten Kugelschreiber, den ich vor sehr langer Zeit in einem Teeladen in meiner Heimatstadt erworben habe.
Ein ganz besonderes Schreibgerät
Dieser chinesische Kugelschreiber besteht im oberen Bereich aus einem gedrechselten Schaft aus Mangoholz. Dieser Holzschaft liegt passgenau in der Beuge zwischen Daumen und Zeigefinger und hinterlässt ein angenehmes Gefühl beim Schreiben. Der Kugelschreiber rutscht nicht weg und fühlt sich nie kalt an. Die Temperatur des Materials ist bei jeder Umgebungstemperatur angenehm. Am unteren Ende des Mangoholzschaftes befindet sich auf vier Seiten eine kleine Einlegearbeit aus Messing. Das Motiv ist eine Lotusblüte, umgeben von einem gewellten Kreis.
Der untere Teil des Schaftes und die Spitze bestehen beide aus Messing. Diese Spitze lässt sich auf den Messingschaft aufdrehen. Um die Mine - eine Allerweltsmine übrigens - einzusetzen, muss man die Messingspitze abdrehen und die Mine in den Schaft einführen. Dann schiebt man die Druckfeder (die kleine Spirale, die immer so schnell verloren geht) auf die Kugelspitze der Mine, setzt die Messingspitze auf die Kugelspitze der Mine und schiebt alles zusammen in den Schaft hinein. Zum Schluss muss die Messingspitze noch in das Gewinde des Messingschaftes gedreht werden und der Kugelschreiber kann in Gebrauch genommen werden.
Dass in diesen Kugelschreiber ausschließlich die einfachen Allerweltsminen hineinpassen, hat den Vorteil, dass man überall für Nachschub sorgen kann und ziemlich schnell die richtige Mine aus der Vielzahl der Minen, die heute auf dem Markt sind, herausgepickt hat.
Keine technische Raffinesse, aber solide
Mehr Schnickschnack hat mein chinesischer Begleiter nicht zu bieten. Er verfügt über keine Mechanik, mit der man die Kugelschreibermine im Schaft verschwinden lassen kann. Daher ist er für die Handtasche und auf Reisen nicht geeignet. Stattdessen hat er seinen Platz auf meinem Schreibtisch und wandert manchmal mit mir mit, wenn ich an anderen Orten als dem Schreibtisch handschriftliche Notizen mit meinem Kugelschreiber mache.
Trotz aller Digitalisierung möchte ich nämlich nicht auf meine handgeschriebenen Notizen verzichten. Es hilft mir, kreativ zu schreiben und zu planen. So habe ich Notizbücher mit Zeichnungen meiner Entwürfe von Betongefäßen. Daneben habe ich ein Bullet Journal und kleinere Notizhefte für alle Planungen und Gedanken, mein Business betreffend.
Ich habe in meinem Leben schon sehr viele verschiedene Kugelschreiber in Besitz genommen. Vom Billigmodell bis zum hochpreisigen Modell waren viele Varianten darunter. Keiner hat es geschafft, so viele Jahre verwendet zu werden, ohne dabei kaputt zu gehen. So ist der chinesische Kugelschreiber absichtslos zu meinem liebsten und langlebigsten Begleiter geworden.
Erinnerungen
Zudem erinnert er mich an andere Zeiten und andere Welten. Manchmal blicke ich auf ihn und denke an das alte China zu Zeiten Laotses und an schöne Reiseziele in Asien. Dann wieder erinnert er mich an die Zeit, als wir nach der Schule zu einem Teeladen pilgerten, den es heute nicht mehr gibt.
Über dem Laden hatte der Eigentümer eine weiträumige Teestube eingerichtet. Diese bestand aus mehreren Bereichen, die viel Privatsphäre zuließen. Wir saßen dort nicht auf Stühlen, sondern auf dicken Bodenpolstern, vor uns meist ein sehr niedriger runder Opiumtisch, auf dem tönerne Teekannen und Teebecher mit heißem Tee und exotischen Aromen dampften. Nach einem solchen Teestubenbesuch habe ich meinen chinesischen Kugelschreiber erworben.
Später begleitete mich der Kugelschreiber durch verschiedene Lebensphasen. Mal war seine Existenz präsenter, dann wieder verschwand auch er vorübergehend in einer Schublade. Heute hat dieser Kugelschreiber wieder eine Hauptrolle und ist mein liebster Begleiter, wenn es um das Festhalten von Gedanken, Plänen, Ideen, Zeichnungen, Notizen und Terminen geht.
Hast auch du einen Begleiter oder eine Begleiterin, die dir wichtig ist und auf die du nicht verzichten möchtest? Schreib es mir gerne in die Kommentare.
Vielleicht noch interessant
Wenn du mehr über meine Person erfahren möchtest, empfehle ich dir den Artikel Marias Fun Facts.
Der Start mit SEO kann leicht überfordern, wenn das notwendige Wissen fehlt. Denn womit sollte man starten? Worauf kommt es an, was sind die wichtigsten Schritte und worauf kann man verzichten? Zur Suchmaschinenoptimierung gehört nicht nur die Auswahl der richtigen Keywords, sondern viele weitere Punkte. Für deinen Start mit SEO stelle ich dir ein paar Basics vor, die zum Bereich OnPage-Optimierung gehören. Damit kannst du die Grundlage für alle weiteren SEO-Maßnahmen und ein gutes Ranking deiner Website legen.
Was ist OnPage-Optimierung?
Bei der OnPage-Optimierung geht es um die Umsetzung inhaltlich-struktureller und technischer Maßnahmen direkt auf einer Website, damit die Website und ihre Unterseiten in den Suchergebnissen ein besseres Ranking erreichen. Bei der OffPage-Optimierung geht es um alle Optimierungsfaktoren außerhalb der eigenen Website, wie zum Beispiel Backlinks. Die OnPage-Optimierung kommt immer vor der der OffPage-Optimierung.
1. Zielgruppe und Bedürfnisse
Wenn du beim Start mit SEO die Zielgruppe vernachlässigst, werden viele deiner Maßnahmen im Sande verlaufen. Die Festlegung auf eine Zielgruppe ist dabei nicht nur für SEO ein wichtiger Faktor, sondern auch eine Grundvoraussetzung für ein florierendes Business.
Denn bei der Suchmaschinenoptimierung geht es nicht nur darum, von den Suchmaschinen gefunden zu werden. Es geht vorrangig um deine Zielgruppe und deren Bedürfnisse und dabei insbesondere um deren Suchbegriffe. Wonach suchen deine Kund:innen bei Google, welchen Kenntnisstand haben sie, was oder welche Lösung für ihr Problem brauchen sie? Das sind die Fragen, die dich sowohl in Bezug auf SEO und als auch in Bezug auf dein Business weiterbringen.
Für den Anfang solltest du zumindest rudimentär wissen, wohin die Reise geht. Wenn du von vornherein eine Nische bedienst, hast du es natürlich einfacher. Beispiel: Zielgruppe Frauen zwischen 25 und 35, die ihr erstes Kind erwarten. Als Hebamme kannst du deine Zielgruppe noch weiter eingrenzen. Das könnten zum Beispiel Frauen sein zwischen 25 und 35 aus der Mittelschicht in der Region XY, die auf Bio-Produkte setzen und eine Hausgeburt anstreben.
Falls du mehrere Angebote hast und dich nicht so recht für eine Zielgruppe entscheiden magst, empfehle ich dir den Artikel von Alexandra Wittke: "Positionierung für Unentschlossene – Deinen Bauchladen positionieren und in 4 Schritten zum profitablen Business entwickeln". In diesem Artikel findest du einige Anregungen zum Umgang mit einem vielfältigen Angebot.
2. Keywords und die Suchintention
Die Bedürfnisse, Fragen und Themen deiner Nische sind mit spezifischen Suchbegriffen und Begriffsfeldern verbunden. Hieraus ergeben sich die Keywords für deine Website und deinen Blog. Die Keywords fließen dabei optimalerweise auch in die Navigation, die URLs und Permalinks, die Beschreibungen der Bilder und Videos und vieles mehr ein.
Ohne diese Basis zu legen, wird es für Google schwer, die Themen deiner Website einzuordnen. Darüber hinaus kann es passieren, dass die Inhalte deiner Angebote und der Blogbeiträge nicht bei den Kund:innen ankommen, die du erreichen möchtest.
Daher solltest du dir beim Start mit SEO zumindest ein paar grundlegende Gedanken zur Zielgruppe und deren Suchintention gemacht haben. Mit der Zeit wirst du beides verfeinern können. Jedes Business ist wandelbar und lässt auch nachträglich Änderungen zu.
Allgemeine Regeln für den Start mit SEO
Für die Texte und Seiten auf deiner Website gelten die gleichen Regeln, unabhängig von der Art der Texte. Folgende Punkte sollten beim Start mit SEO beachtet werden:
Länge der Überschriften
Anzahl der H1-Überschriften
Die weiteren H-Ebenen
interne und externe Verlinkungen
SERP Snippets
Duplicate Content
Thin Content
3. Die Länge der Überschriften
Die Länge der Überschriften sollte nicht mehr als 120 Zeichen betragen. Beides, zu kurze Überschriften, die nur aus einem Wort bestehen, und zu lange Überschriften, sind ungünstig.
4. H1-Überschriften und die H-Ebenen
Jede Seite und jeder Blogartikel sollte maximal eine H1-Überschrift an erster Stelle haben. Die H1-Überschrift sollte das Keyword enthalten und von einer H2-Überschrift gefolgt werden. Jeder Text darf mehrere H2-, H3-, H4-, H5- und H6-Überschriften enthalten. Wichtig ist dabei, dass jede H-Ebene die übergeordnete H-Ebene strukturiert. Das bedeutet, dass nach einer H2-Ebene eine oder mehrere H3-, nach einer H3- eine oder mehrere H4-Überschriften kommen können und so weiter. Darüber hinaus sollte keine H-Ebene ausgelassen werden.
5. Externe und interne Verlinkungen
Ein weiterer sinnvoller Faktor für die SEO sind interne und externe Verlinkungen innerhalb eines Textes oder einer Seite. Interne Verlinkungen sind Links, die zu einem anderen Beitrag oder einer anderen Seite auf der eigenen Website führen. Externe Links sind Links, die zu anderen Websites führen. Diese sollten für die Leser einen Mehrwert bieten und vertrauenswürdig sein.
6. SERP Snippets
Mit Hilfe eines SEO-Plugins (siehe unten) können die SERP Snippets erstellt werden. Dazu gehören der Titel, das Keyword, der Permalink und die Meta Description. Bei den SERP Snippets kommt es darauf an, dass auch hier die Texte und Keywords einzigartig auf deiner Website sind, um Duplicate Content zu vermeiden.
7. Duplicate Content
Duplicate Content bedeutet, dass Überschriften, Links, Permalinks, Menüpunkte, SERP Snippets und Textpassagen doppelt vorkommen. Es gilt, auf jeden Fall doppelten Content zu vermeiden. Aufpassen sollte man bei den Menüpunkten, Kategorien und Blogtiteln. Wenn du ein Angebot XYZ als Menüpunkt anbietest, darüber einen Blogartikel mit der Überschrift XYZ schreibst und auch noch eine Kategorie mit der Bezeichnung XYZ verwendest, hast du bereits Duplicate Content geschaffen. Auch beim Alt-Tag und dem Titel von Bildern entsteht schnell Duplicate Content, wenn man nicht aufpasst.
Um das zu vermeiden, empfehle ich für einen besseren Überblick eine Excel-Liste oder ein Google Sheet, in welchen man die Struktur der Website mit Menüpunkten, Untermenüpunkten und Blogartikelüberschriften, die dazu gehörenden Links und die jeweiligen Keywords erfassen kann.
8. Thin Content
Thin Content entsteht immer dann, wenn auf einer Seite zu wenig Text, also Text mit weniger als 500 Wörtern enthalten ist. Das geschieht schnell auf einer Kontaktseite oder einer Bestätigungsseite nach Anmeldung zum Newsletter. Es gibt zwei Möglichkeiten, Thin Content zu vermeiden. Die eine Möglichkeit ist, mehr Text zu liefern. Allerdings sollte dieser Text zum Inhalt der Seite passen und nicht aus leeren Worthülsen bestehen. Die andere Möglichkeit besteht darin, die Seite auf no-index zu setzen, damit die Crawler die Seite nicht mehr erfassen können.
9. Bilder-SEO und SEO für Videos
Ein wichtiger Ranking-Faktor ist die Umsetzung von Bilder-SEO. Achte bei den Bildern darauf, dass du sie in der richtigen Größe hochlädst. Darüber hinaus sollte das Keyword sowohl im Link als auch im ALT-Tag und im Titel enthalten sein. Wenn du mehrere Bilder in einem Beitrag oder auf einer Seite unterbringst, dürfen die ALT-Tags, Titel, Beschreibungen und Beschriftungen nicht identisch sein. Achte bei jedem Eintrag auf Einzigartigkeit, auch bei Verwendung des gleichen Keywords.
Ein Beispiel für das Keyword Online-Kurs: Wähle beschreibende Attribute, das Bild oder den Inhalt des Bildes oder des Textes betreffend. So vermeidest du Duplicate Content. Das könnte dann so aussehen: ALT-Tag oder Alternativtext: Online-Kurs mit vier Personen, die an einem Tisch sitzen, Titel: Online-Kurs für vier Personen.
10. Ladezeit
Auch eine schnelle Ladezeit ist ein wichtiger Ranking-Faktor. Es gibt verschiedene Stellschrauben, mit denen man die Ladezeit verbessern kann: Bilder nicht zu groß hochladen, nur die notwendigsten Plugins einsetzen und ein Caching Plugin verwenden. Tools zur Feststellung der Ladezeit sind zum Beispiel der WebPageTest, der verschiedene Einstellungsmöglichkeiten und sehr genaue Zahlen liefert, und GTmetrix, das zusätzliche Handlungsempfehlungen auflistet.
11. Responsive Design
Google straft seit einiger Zeit im besonderen Maß Websites ab, die auf mobilen Geräten schlecht dargestellt werden. Das ist beim Start mit SEO ein Faktor, der gerne übersehen wird, aber sehr wichtig für die Benutzerfreundlichkeit und Erreichbarkeit einer Website ist. Bereits beim Erstellen der Website sollte darauf geachtet werden, dass die Seiten und die Beiträge deiner Website auf mobilen Geräten gut lesbar und bedienerfreundlich sind. Ob das auf deine Website zutrifft, deine Website also den Responsive-Design-Anforderungen von Google entspricht, kannst du mit dem Tool Google mobile-friendly test nachprüfen.
Weitere Website-Einstellungen beim Start mit SEO
Neben den Texten spielen noch weitere Faktoren beim Start mit SEO eine Rolle. Dazu gehören Einstellungen und Anwendungen wie
Kategorien
Permalinks
SEO-Plugin
404-Error
Indexierbarkeit
12. Die Kategorien
Beim Start mit SEO empfehle ich immer, einen Blog einzurichten und Kategorien zu verwenden. Zu Beginn mag es noch nicht notwendig erscheinen, aber je öfter du Blogbeiträge veröffentlichst, desto mehr Sinn ergibt es, Kategorien einzurichten. Lege dazu bis zu fünf, maximal sieben, Kategorien an, die den wichtigsten Themen deines Business entsprechen.
Die genaue Anzahl an Kategorien ist nicht in Stein gemeißelt, aber zu viele Kategorien verwirren die Besucher:innen, zu wenige bringen keinen Mehrwert. Die Kategorien richtest du im Backend ein unter Beiträge > Kategorien > Neue Kategorie. Unter der Titelform gibst du den Namen der Kategorie immer klein geschrieben ein. Wenn du ein SEO-Plugin verwendest, solltest du gleich auch den Titel und die Meta Description (SERP Snippet) für die Kategorie einrichten.
Kategorien sind wichtig für Google, um die Struktur der Website schneller erfassen zu können. In den Suchergebnissen werden häufig auch Kategorieseiten angezeigt. Daher ist es wichtig, auch hier ein SERP Snippet zu hinterlegen. Darüber hinaus bieten Kategorien den Besucher:innen deiner Website eine Möglichkeit der Orientierung.
Beispiel meine Website: Ich habe entsprechend den unterschiedlichen Angeboten verschiedene Kategorien festgelegt. Jeder neue Blogartikel wird von mir einer Kategorie zugeordnet. Wer als Besucher:in auf meiner Website nur die Inhalte zum Thema SEO lesen möchte, gelangt mit einem Klick auf den Blog-Untermenüpunkt SEO ausschließlich zu Inhalten mit SEO-Bezug.
13. Die Permalinks
Die Festlegung von Permalinks ist beim Einrichten einer Website und insbesondere eines Blogs sehr wichtig. Es gibt viele Möglichkeiten, SEO-Potential zu verschenken, wenn man die Permalinks falsch gestaltet.
So stellst du die Permalinks ein: Gehe im Backend zu den Einstellungen > Permalinks > Gebräuchliche Einstellungen. Vermeide es, eine Permalinkstruktur mit Zahlen oder dem Datum zu wählen. Die beste Einstellung ist die "individuelle Struktur" oder "Beitragsname". Die Kategorie muss bei kleinen Websites nicht im Link enthalten sein. Das bietet sich eher für Websites mit einem Magazincharakter an.
Achte darauf, dass im Beitragsnamen und damit im Permalink das Keyword vorhanden ist. Darüber hinaus solltest du den Link kurz und knackig halten. Das Keyword sollte ganz vorn stehen. Auf Füllwörter kann verzichtet werden.
14. SEO-Plugins
Es gibt verschiedene SEO-Plugins auf dem Markt. Die beiden, die ich ausnahmslos empfehle, sind Yoast SEO und Rank Math. Wenn du eines dieser Plugins auf deiner Website installierst, unterstützt es dich bei der Festlegung des Keywords, der Erstellung der Texte und bietet dir ein Formular für das Eintragen des Titels und der Meta Description an. Über eine Ampelfunktion erfährst du, ob dein Text oder deine Seite im roten, gelben oder grünen Bereich der Suchmaschinenoptimierung liegen. Die beiden Plugins geben beide eine Sitemap deiner Website an die Google Search Console weiter.
15. 404-Fehlermeldung
Wenn einer der Links deiner Website nicht funktionieren sollte, werden die Besucher auf eine 404-Seite geführt. Links, die auf nicht erreichbare Seiten, also auf die 404-Seite führen, sollten schnellstens ersetzt, korrigiert oder entfernt werden. Über das Plugin Broken Link Checker bekommst du das ganz einfach hin.
Da du aber nicht jederzeit am Bildschirm sitzt und auf die Meldungen des Plugins warten kannst, empfehle ich das Anlegen einer individuellen 404-Seite. Über die Gestaltung kannst du auf dieser Seite die Besucher:innen auf andere Inhalte deiner Website führen und so die Absprungrate minimieren. Wie du das realisieren kannst, kannst du gerne in meinem Blogbeitrag "So erstellst du eine individuelle 404-Seite in Divi" nachlesen.
16. Indexierbarkeit
Wenn du eine Website ganz neu erstellst, sollte sie noch nicht indexiert werden. Sobald sie life geht oder sobald ein umfangreicher Relaunch einer Seite erfolgt ist, sollte die Indexierbarkeit aktiviert werden. Wenn die Seite nicht indexiert wird, kann sie von Google und damit von interessierten Kund:innen nicht gefunden werden.
So findest du heraus, ob deine Seite indexiert worden ist: Gehe im Backend auf Einstellungen > Lesen. Ganz unten findest du den Eintrag "Sichtbarkeit für Suchmaschinen". Wenn ein Häkchen gesetzt ist neben dem Text "Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren", sollte dieses entfernt werden. Anschließend auf "Änderungen speichern" klicken.
Fazit
Es gibt noch eine Reihe weiterer nützlicher Tools, Anwendungen und Maßnahmen, die deine Website in den Suchergebnissen nach vorne bringen und dir die Kontrolle über die Rankings deiner Keywords und deiner Websites geben. Diese hier jetzt alle aufzulisten, würde den Rahmen sprengen.
Für den Start mit SEO empfehle ich dir ein paar grundlegende Einstellungen, die später in der Regel nicht weiter angepasst werden müssen wie die Indexierbarkeit, die Einrichtung der Kategorien und Permalinks, das Erstellen einer 404-Seite und das Installieren und Einrichten eines SEO-Plugins.
Die anderen Punkte, die hier genannt wurden, werden dir in deiner Arbeit an deiner Website immer wieder von Neuem begegnen. Es macht daher Sinn, sich damit vertraut zu machen. Wenn man einmal das Prinzip verstanden hat, steht einem guten Ranking deiner Website nichts mehr im Weg.
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Das Beitragstitelfoto stammt von Tierny.
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[Dieser Beitrag wurde am 10.07.2025 aktualisiert.]
Blogartikel mit einem WordPress Editor schreiben
Bei der Auswahl des geeigneten WordPress Editors für das Schreiben von Blogtexten scheiden sich die Geister: Die einen schwören auf die einfache Handhabung des Classic Editors, die anderen lieben die vielen neuen Möglichkeiten des Gutenberg beziehungsweise Block Editors und wieder andere setzen auf Page Builder für die Gestaltung ihrer Blogbeiträge.
Die unterschiedlichen WordPress-Editoren, deren Handhabung und deren Weiterentwicklungen haben in der Vergangenheit zum Teil für Verwirrung gesorgt. In meinem Artikel stelle ich dir die Historie und die Funktionsweise von allen Editoren kurz vor.
Der Classic Editor
Als ich vor einigen Jahren mit WordPress begann und meinen ersten Blogartikel schrieb, gab es ausschließlich den Classic Editor. Zusätzlich konnte man ein Plugin installieren, das dem Editor erweiterte Möglichkeiten für die Textgestaltung hinzufügte: das Plugin Tiny MCE Advanced.
Die Oberfläche eines Classic Editors ähnelte der eines Worddokuments. Oben gab es eine Funktionsleiste, wo sich die Schriftart, die Schriftstärke und weitere Einstellungen festlegen ließen. Über einen gesonderten Button "Dateien hinzufügen" konnte man Bilder oder andere Medien hinzufügen. Der Text wurde in Form eines Fließtextes an einem Stück heruntergeschrieben, gespeichert und zum Abschluss veröffentlicht.
Oberfläche des Classic Editors
Der Gutenberg Editor
2018 sollte sich die Editoren-Situation grundlegend ändern. Der Classic Editor wurde abgelöst durch den Gutenberg Editor. Man hatte in WordPress-Kreisen schon eine Weile über ihn diskutiert und nun war er mit dem Update auf eine neue WordPress-Version endlich da.
Endlich? Was viele herbei gesehnt hatten, nämlich die neue Vielfalt an Möglichkeiten und die Flexibilität des neuen Editors, war für technisch weniger versierte Menschen eine große Herausforderung.
Das Classic Editor Plugin
Aber es gab Abhilfe. Kurze Zeit nach Einführung des Gutenberg Editors wurde ein Plugin veröffentlicht, das alle Funktionen des vorherigen Editors haben sollte: das Classic Editor Plugin. Man konnte das Plugin einfach installieren, aktivieren und mit dem Schreiben loslegen.
Nach Installation und Aktivierung des Plugins musste man allerdings noch im Backend unter Einstellungen -> Schreiben den Regler auf Classic Editor stellen. Dadurch wurden die Funktionen des Gutenberg Editors auf der gesamten Website blockiert.
Mein Tipp
Wenn deine Website noch über den Classic Editor läuft, empfehle ich dir, bald zu wechseln, da das Plugin zum heutigen Tag (10. Juli 2025) seit sieben Monaten nicht mehr gewartet wurde und mit der aktuellen WordPress-Version nicht getestet wurde. Wenn du zum Block Editor beziehungsweise Standard Editor wechselst, kann die Folge sein, dass ein Teil deiner Texte nicht mehr korrekt angezeigt wird. Kontrolliere daher nach dem Wechsel alle Texte und passe sie gegebenenfalls an.
Der Block Editor
In der Zwischenzeit hat sich der Gutenberg Editor weiter entwickelt und wird heute Block Editor oder Standard Editor genannt. Die Bezeichnung Block Editor sagt bereits etwas über die Funktionsweise des Gutenberg beziehungsweise Block Editors aus. Wir haben es hier nicht mit einem sogenannten „langen weißen Blatt“ zu tun, auf dem man theoretisch bis ins Unendliche schreiben könnte. Stattdessen wird der Text in Blöcke aufgeteilt.
So ist zum Beispiel eine Überschrift ein Blockformat. Der normale Fließtext ist ebenfalls ein eigener Block und heißt „Absatz“. Bilder lassen sich über einen Bild-Block einfügen und so weiter. Jeder einzelne Block lässt sich wiederum stylen und anpassen.
Die Vielzahl an Blöcken ermöglicht sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten, die der Classic Editor nicht bieten kann. Das geht so weit, dass man mit dem Gutenberg Editor beziehungsweise dem Block Editor ein ganzes Seitenlayout erstellen könnte.
WordPress Editor, hier Block Editor mit der Auswahl des Classic Blocks
So startest du einen Beitrag im Block Editor
Im ersten Schritt gibst du unter "Titel hier eingeben" die H1-Überschrift, also die Überschrift des Textes ein. Folgt danach ein Fließtext, so kannst du im nächsten Abschnitt einfach weiterschreiben. Oder du gehst auf das kleine blaue Quadrat mit dem weißen Pluszeichen links oben. Es öffnet sich links eine Seitenleiste mit verschiedenen Iconsund deren Bezeichnung (siehe Abbildung oben). Für einen Fließtext klickt man hier auf "Absatz". Es öffnet sich ein "Blockfeld" zum Eingeben des Textes.
Für jede neue Zwischenüberschrift und für jeden neuen Textabsatz klickt man auf das blaue Quadrat links oben oder direkt unter dem letzten Block oder auf das schwarze Quadrat mit weißem Pluszeichen rechts unter einem Block.
Die wichtigsten vier Funktionen des Block Editors
Für den Anfang reicht es, wenn man mit den Blockformaten Überschrift, Absatz, Liste und Bild startet. Mit den vier Funktionen lässt sich ein Blogbeitrag auf einfache Weise realisieren. Sobald etwas Übung im Umgang mit den Blöcken entsteht, kann man mit weiteren Blockfunktionen experimentieren.
Auf der Oberfläche des Gutenberg Editors gibt es neben den Blöcken noch weitere nützliche Einstellungsmöglichkeiten. Dazu gehören die Standardeinstellungen für jeden Beitrag:
der Permalink,
der Autor,
die Revisionen,
die Kategorien,
die Schlagwörter,
das Beitragsbild und
der Auszugstext.
Zusätzlich kann man noch festlegen, ob Kommentare oder Pingbacks und Trackbacks erlaubt sind.
Die Ansicht der Editor-Oberfläche
Des Weiteren kann man unter den drei Punkten ganz rechts oben die Ansicht der Oberfläche einstellen. Dabei hat man unter anderem die Wahl zwischen der oberen Werkzeugleiste, dem Spotlight-Modus, dem Vollbildmodus und ablenkungsfreiem Schreiben.
Anzeige der H-Überschriften
Eine Anzeige der H-Ebenen ist möglich nach einem Klick auf das schwarze Quadrat mit den drei versetzt angeordneten, weißen Linien links oben. Danach geht man auf "Übersicht" und es werden alle H-Überschriften angezeigt. Sollte eine Überschrift aus der Reihe tanzen oder, anders ausgedrückt, nicht den SEO-Regeln bezüglich der Überschriften-Hierarchie entsprechen, so wird diese Überschrift farblich markiert.
Hier findet man auch weitere praktische Informationen wie die Anzahl der Wörter und der Zeichen und die Länge der Lesezeit sowie die Anzahl der Überschriften, der Absätze und der Blöcke.
Unterstützung durch SEO-Plugins
Bei Verwendung eines SEO-Plugins kann man sich die SEO-Tipps für die Optimierung des Textes und die Module zum Ausfüllen der SERPs anzeigen lassen. Anhand der Ampelfarben rot, gelb oder grün lässt sich leicht erkennen, ob der Beitrag und die SERP-Texte optimal verfasst worden sind. Dabei reicht es, wenn die Ampelfarben bezüglich Inhalt und Lesbarkeit auf Gelb stehen. Die Einträge unter Titel, Permalink und Beschreibung (Meta-Text) sollten idealerweise auf Grün stehen.
Die besten SEO-Plugins sind aus meiner Sicht Yoast SEO und Rank Math. Ich verwende letzteres, da es in der kostenlosen Variante Features enthält, die es bei Yoast SEO nur in der kostenpflichtigen Variante gibt. Auf der anderen Seite ist Yoast SEO gut geeignet für Anfänger im Bereich WordPress und Bloggen.
Wenn du eine Einführung in das Thema benötigen solltest, komme gerne auf mich zu. Wir gehen gemeinsam alle Punkte durch und du erhältst viele nützliche Tipps für den Aufbau eines Blogartikels.
Allen, die regelmäßig bloggen, empfehle ich, sich in den Block Editor oder Gutenberg Editor einzuarbeiten. Damit spart man sich aufwändige Nacharbeiten bei einem späteren Wechsel vom Classic Editor zum Block-Editor, beim Wechsel des Themes oder bei einem Relaunch, also dem Umzug auf eine neue Domain und dem Aufbau einer ganz neuen Website.
Ein Beispiel: Nach einem Umzug auf das Divi Theme und die Umstellung auf den Block Editor hatte ich seinerzeit das Problem, dass die Artikel, die vorher im Classic Editor geschrieben wurden, nicht mehr sauber formatiert waren. Zum Teil fehlten die Texte im Backend. Die Schriftgrößen waren verändert, die Abstände passten nicht mehr und der Text sah insgesamt sehr schludrig aus. Ich musste mir jeden Artikel einzeln vornehmen und die Formatierung mühevoll nachjustieren, bis am Ende jeder Artikel auf der Website so aussah, wie gewünscht.
Der Classic Block - eine Alternative zum Classic Editor
Ob das Plugin Classic Editor noch einmal upgedatet wird, ist ungewiss. Bei einem Plugin, dass seit sieben Monaten nicht mehr upgedated wurde, sage ich: Hände weg! Alternativ kannst du das Plugin Classic Editor+ einsestzen; das letzte Update war vor zwei Monaten.
Wenn es keine Updates mehr gibt, sollte man Plugins auf keinen Fall weiterverwenden. Als Ersatz bietet der Block Editor eine neue Lösung in Form des Blocks „Classic“oder "Klassisch" an. Den neuen Classic Block findet man in der Blöcke-Übersicht unter dem Reiter „Text“. Klickt man ihn an, kann man einen Text wie mit einem klassischen WordPress-Editor schreiben.
Wenn Plugins nicht mehr weiterentwickelt werden
Es gibt Plugins, die brauchen nur selten ein Update. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn ein Plugin von seinen Entwicklern dauerhaft nicht mehr aktualisiert wird und mit neueren WordPress-Versionen nicht mehr kompatibel ist. Solche Plugins bieten Hackern ein leichtes Spiel und laden sie ein, deine Website für ihre Zwecke zu missbrauchen. Daher gilt: Hände weg von Plugins, die technisch nicht mehr weiterentwickelt werden.
Der Standard-Editor
Im Backend von Websites, die mit Divi oder anderen Page Buildern erstellt wurden und wo kein Classic Editor Plugin verwendet wird, kann man beim Schreiben eines Beitrags meist wählen zwischen dem Page Builder und dem Standard-Editor.
Im Fall von Divi heißt es dann. "Verwenden Sie den Divi Builder", daneben findet sich der Button mit dem Text "Standard-Editor verwenden". Der Standard-Editor ist hier der Block Editor.
Divi Builder oder Standard Editor?
Das Textmodul von Page Buildern
Ich rate davon ab, den Divi Builder oder andere Page Builder für Blogbeiträge zu verwenden. Die Textmodule, die die Page Builder zur Verfügung stellen, sind zu sperrig oder unpraktisch. Vor allem, wenn du regelmäßig bloggst oder längere Beiträge schreibst, wirst du mit Textmodulen schnell an deine Grenzen kommen. Außerdem ist es hier sehr mühselig, längere Texte zu überarbeiten. Auch die Formatierung kann unerwünschte Nebeneffekte haben.
Blog Templates von Page Buildern
Als Alternative bieten sich die Blog Templates von manchen Page Buildern an. Auch hiervon rate ich ab, weil sie meiner Meinung nach dem freien Herunterschreiben eines Blogbeitrags nicht dienlich sind. Page Builder sind grundsätzlich auf die Konfiguration von Seiten und weniger an den Funktionalitäten für Blogartikel ausgerichtet.
Für diejenigen, die selten bloggen und Wert legen auf Blogbeiträge, die ähnlich wie Seiten designt werden können, kann der Einsatz eines Blog Templates oder Blog Layouts durchaus sinnvoll sein. Auf der anderen Seite bietet der Gutenberg Editor inzwischen so viele Gestaltungsmöglichkeiten an, dass ein fertiges Page Builder Layout im Prinzip nicht mehr notwendig ist.
Um eine Begriffsverwirrung zu vermeiden: Bei manchen Themes oder Page Buildern handelt es sich bei den Blog Templates oder Blog Layouts um den Aufbau und das Design einer Blogübersichtsseite, wo die Blogartikel mit ihren Auszugstexten angezeigt werden.
Erweiterungen für die WordPress-Editoren
Advanced Editor Tools
Der Classic Block, der eine ähnliche Oberfläche bietet wie der Classic Editor, lässt sich mit dem WordPress Plugin Advanced Editor Tools erweitern. Der Anbieter sagt dazu:
Advanced Editor Tools (vormals TinyMCE Advanced) führt einen klassischen Absatzblock und einen Hybridmodus für den neuen Block-Editor (Gutenberg) ein. Wenn du noch nicht ganz bereit bist, in den Block-Editor zu wechseln, oder Plugins hast, die dort (noch) nicht verwendet werden können, ist die Verwendung des klassischen Absatzblocks und des Hybridmodus die beste Option. So kannst du den bekannten TinyMCE-Editor für die meisten Aufgaben weiterhin verwenden und hast gleichzeitig vollen Zugriff auf alle Blöcke und neuen Funktionen im Block-Editor.
Automattic
Genesis Blocks
Wer den Gutenberg oder Block Editor wählt, kann dessen Features erweitern durch Verwendung weiterer Plugins. Als Beispiel sei das Plugin Genesis Blocks genannt. Das Plugin bietet eine Reihe von zusätzlichen Blöcken, die unter dem Reiter „Genesis Blocks“ in der Blockübersicht zusammengefasst werden.
Um die Blöcke aufzurufen, klickst du auf das weiße + im mittelblauen Quadrat links oben auf der Seite. Nach dem Anklicken wird das Quadrat schwarz und aus dem + wird ein weißes X:
Block-Elemente des Plugins Genesis Blocks
Mit dem Plugin Genesis Blocks kann man beispielsweise einen Call-To-Action-Abschnitt (Beispiel siehe oben: Gratis Blogartikel-Checkliste) oder einen Testimonialtext mit Bild in den Text einfügen. Die Abschnitte sind dabei schon sinnvoll vorformatiert und verfügen über ein ansprechendes Design. Nicht alle Blöcke sind bis zur Perfektion ausgereift. Da hilft nur das Ausprobieren in einem Probeblogbeitrag, der sich im Entwurfsstatus befindet.
Blogartikel und Word
Wer noch nicht so viel Erfahrung mit dem Texten von Blogartikeln hat, kann seine Texte zunächst in Word oder in Google vorschreiben. Das ist für den Anfang eine gute Möglichkeit, um ins Schreiben zu kommen, ohne sich von der Technik verunsichern zu lassen.
Was man im Anschluss allerdings nicht machen sollte, ist, die Texte 1:1 in den WordPress Editor zu kopieren. Da der Code von Word nicht unbedingt kompatibel mit WordPress ist, kann es zu Formatierungsproblemen nach der Veröffentlichung kommen.
So kopierst du Text nach WordPress
Um dies zu vermeiden, empfehlen manche, den Blogartikel in einen Texteditor hineinzukopieren und danach diesen Text in WordPress zu übertragen. Da auch hier überflüssiger Code in WordPress hineinkopiert wird, empfehle ich eine andere Methode: das Kopieren des Textes und Einfügen in WordPress als unformatierten Text. Dies gelingt über das Markieren des Textes, dann Kopieren und danach per rechter Maustaste das Einfügen als unformatierter Text. Denjenigen, die schon etwas länger bloggen, empfehle ich, die Artikel gleich in WordPress anzulegen.
Fazit
Auch wenn der Classic Editor seit einiger Zeit nicht mehr upgedated wurde, finden Anhänger dieses Editors im Blockmodul "Klassisch" eine alternative Lösung. Langfristig sollte man sich unter den WordPress Editoren für die Verwendung des Gutenberg oder Block Editors entscheiden und sich dort einarbeiten.
Man hat mit dem Block Editor inzwischen einen sehr machtvollen WordPress Editor an der Hand, der das Erstellen von Landingpages, eine flexible und vielfältige Anpassung des Designs und auch das Einbinden von zusätzlichen Add-ons und vieles mehr ermöglicht. Mit zusätzlichen Plugins und den neuen Möglichkeiten bietet der Block Editor fast unbegrenzte Möglichkeiten für die Gestaltung eines Blogbeitrags oder von ganzen Websites.
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Wenn du noch schwanken solltest, ob ein Blog für dich sinnvoll ist, hilft dir vielleicht mein Artikel 12 Gründe für den Start eines Blogs weiter.
Wenn du schon eine Weile bloggst, haben sich sicher einige Artikel angesammelt, die inzwischen nicht mehr zu 100 Prozent auf dem aktuellen Stand sind. Bei einem Blick auf die Statistiken gibt es dabei wahrscheinlich ein paar Artikel, die trotz der hochwertigen Inhaltenicht gut im Ranking waren. Solche Blogartikel lassen sich mit einfachen Mitteln recyclen und auf den neuesten Stand bringen. Wenn du alte Blogartikel aktualisieren möchtest, kannst du deinen Besucher:innen mit wenig Aufwand frischen Content anbieten und einen ordentlichen Reichweitenboost erzielen.
[Der Artikel wurde am 11.12.2025 vollständig überarbeitet und aktualisiert.]
Seit einiger Zeit kommen bei der Aktualisierung von alten Blogartikeln auch die Anforderungen für eine KI-Optimierung von Texten hinzu. Es reicht nicht mehr, die Texte für SEO zu aktualisieren, sondern jetzt gilt es, verschiedene Aspekte der KI-Suche zu berücksichtigen.
Schritt 1: Aktualisiere veraltete Informationen
Frage dich zunächst, welche Inhalte deines Blogartikels nicht mehr dem aktuellen Stand der Dinge entsprechen. Das ist bei Tutorials oder bei Statistiken ganz besonders wichtig, aber auch in Unternehmensbereichen, in denen du in der Zwischenzeit mit einer neuen Methode oder neuen Tools arbeitest.
Recherchiere sorgfältig und gehe alles noch einmal sorgfältig durch. Die Texte müssen jetzt nicht mehr auf ein Longtail-Keyword optimiert werden. Die neue semantische Keywordrecherche erfordert Inhalte, die das Thema in der Tiefe behandeln. Die Texte dürfen also auch durch verwandte Themen und ähnliche Begriffe angereichert werden.
Schritt 2: Passt die Zielgruppe noch?
Wenn sich deine Zielgruppe verändert hat, solltest du deine Artikel auf jeden Fall anpassen. Dies ist zum Beispiel auch der Fall, wenn du bisher auf deiner Website die Besucher:innen gesiezt hast und aufgrund der veränderten Zielgruppe die Besucher:innen inzwischen duzt.
Kläre ab, ob der Artikel dem Wissensstand der Besucher:innen entspricht. Fortgeschrittene benötigen andere Informationen als Anfänger:innen. Du könntest den Artikel so aufbauen, dass beide Gruppen von den Inhalten profitieren.
Sprich die Sprache deiner Zielgruppe
Ergänze deinen Text daher durch direkt umsetzbare und verständliche Tipps. Lösche unwichtige Details, die keinen Mehrwert bieten, mit Blick auf die Zielgruppe und die Suchintention. Zusätzlich kannst du deinen Text mit passenden Beispielen abrunden. Für die fortgeschrittenen Leser:innen kannst du noch Expertentipps einflechten. Anfänger:innen profitieren von kurzen Erklärungen oder Definitionen in hervorgehobener Form.
Schreib den Text in einer klaren verständlichen Sprache, die deine Zielgruppe versteht. Dies mögen auch KI-Suchsysteme.
FAQ-Bereich mit W-Fragen
Mit dem Plugin Rank Math kannst du unter dem Text häufig gestellte Fragen abbilden. Verwende dabei W-Fragen und biete eine ausführliche und leicht verständliche Definition der Begriffe. Gib in der Suche des Block Editors den Begriff Rank Math ein und es werden dir passende Blöcke im Block Editor angezeigt.
Schritt 3: Verbessere die Benutzererfahrung
Bei langen Beiträgen macht es Sinn, ein Inhaltsverzeichnis hinzuzufügen. Dafür gibt es verschiedene Plugins, die du im Design anpassen kannst und die dir die Arbeit abnehmen. Diese dienen der Benutzerfreundlichkeit, da sie den Blogartikel strukturieren und einen schnellen Überblick über die Inhalte ermöglichen.
Achte auf eine leser- und SEO-freundliche Formatierung deiner Blogbeiträge, indem du die H-Ebenen oder Überschriften-Hierarchie beachtest, kurze Absätze wählst und relevante Begriffe fettest. Auch sollten Sätze und Worte nicht zu lang sein.
Lockere den Textfluss auf durch Listen oder Aufzählungen. Um die Lesererfahrung zu verbessern, kannst du noch interessante Grafiken, ein Video oder Bilder hinzufügen.
Wenn du ein neues Angebot oder einen Newsletter anbietest, kannst du beides im Verlauf des Artikels als Popup oder Texteinschub platzieren oder per Button darauf verweisen.
Schritt 4: Sind die Keywords und die Suchintention noch relevant?
Recherchiere zunächst noch einmal das Keyword beziehungsweise die Suchintention deiner Besucher:innen, bevor du mit der Überarbeitung beginnst. Dadurch stellst du sicher, dass du die passenden Inhalte lieferst. Das sind Inhalte, Begriffe und Fragen, nach denen deine Zielkund:innen suchen. Frage dich, ob jeder Satz und jeder Sinn-Abschnitt innerhalb des Blogbeitrags für die Suchintention der Besucher:innen relevant ist und deren Fragen beantwortet oder Probleme löst.
Um den Beitrag für die KI-Suche zu optimieren, kommt es jetzt auf die semantische Keywordsuche an. Die Texte müssen nicht mehr auf ein bestimmtes Longtail-Keyword einheitlich optimiert werden. Das Thema sollte jetzt umfassend behandelt werden, so dass auch verwandte Themen und Begriffe vorkommen dürfen. Das beinhaltet auch die Verwendung von Synonymen, ähnlichen Formulierungen und Wortphrasen.
Schritt 5: Überprüfe die SEO-Einträge und technische Einstellungen
Nachdem du deinen Beitrag überarbeitet hast, solltest du noch einen Blick auf den Title-Tag, die Meta Description, die Alt-Attribute der Bilder und das Fokus-Keyword werfen. Nutze für die Überprüfung gerne auch dein SEO-Plugin (bevorzugt Yoast SEO oder Rank Math). Ist alles noch aktuell? Falls nicht, füge relevante Anpassungen hinzu.
Das Keyword
Überprüfe zusätzlich, ob das Keyword und die Ergebnisse der semantischen Keywordrecherche in den Zwischenüberschriften, im Fließtext sowie im Permalink, im Alt-Text der Bilder und in der Meta Description enthalten sind.
Der Title und die Meta Description
Überprüfe, ob der Title Text und die Meta Description im SERP Snippet des Beitrags noch zum aktualisierten Inhalt passen. Die SERP Snippets sind die Texte zu einem Link in der Linkliste der Suchergebnisseite bei Google.
Zur Meta Description kannst die aktuelle Jahreszahl und auch Emojis hinzufügen. Die Meta Description ist der kurze Text, der unter deiner URL in den Google-Suchergebnissen angezeigt wird. Beispiel: "[2026] Hier erfährst du...". Dadurch lenkst du im Suchverlauf bei Google die Blicke auf deinen Eintrag. Gestalte die Meta Description so, dass sie dazu einlädt, deinen Beitrag zu öffnen und zu lesen.
Interne und externe Verlinkungen
Ein weiterer SEO-relevanter Punkt sind die internen und externen Verlinkungen in einem Text. Überprüfe die vorhandenen Links und ergänze oder ersetze sie durch aktuelle interne und externe Verlinkungen. Verweisen andere Beiträge auf den Beitrag, den du gerade aktualisierst? Wenn nicht, hole dies nach. Dadurch weist du dem Beitrag aus SEO-Sicht eine höhere Relevanz zu.
SchemaMarkup
Strukturierte Daten oder SchemaMarkup lässt sich auf einfache Weise mit Plugins wie Yoast SEO oder Rank Math umsetzen. Es handelt sich dabei um einen Code, der es KI-Tools erleichtert, Inhalte auszulesen und zu kategorisieren. Das SchemaMarkup dieses Blogbeitrags ist zum Beispiel Article. In meinem Beitrag "So wirst du mit Generative Engine Optimization in KI-Tools sichtbar" kannst du in leicht verständlicher Form nachlesen, worum es bei SchemaMarkup geht.
Schritt 6: Passen die Überschriften noch?
Stell dir vor, dein alter Blogartikel enthielt fünf Tipps, die du jeweils in den Überschriften benennst. Nach der Überarbeitung sind es eventuell mehr Tipps geworden. Auch die Inhalte deiner Absätze haben sich womöglich verändert. Prüfe beim Aktualisieren alter Blogartikel daher unbedingt, ob die Überschriften und Zwischenüberschriften noch passen.
In diesem Zusammenhang kannst du überprüfen, ob mit den neu hinzugekommenen Überschriften die Überschriftenhierarchie noch stimmig ist beziehungsweise die H-Ebenen korrekt gesetzt wurden.
H2-Überschriften mit W-Fragen
Ki-Tools mögen Überschriften mit W-Fragen. Das sind Fragen, die mit einem Fragewort wie wer, wie, was oder warum starten. Wo es passt, formuliere die H2-Überschriften als eine W-Frage. Zu viele W-Fragen in den H2-Überschriften wirken allerdings fantasielos und sperrig. Hier kannst du abwägen, wie du es umsetzen möchtest.
Die W-Fragen finden natürlich auch ihren Platz im FAQ-Block des Plugins Rank Math. Diesen kannst du unterhalb des Artikels platzieren.
Schritt 7: Gib deinem Blogartikel den letzten Schliff
Wenn du all diese Tipps umgesetzt hast, lies dir deinen Blogartikel noch einmal durch. Gibt es noch inhaltliche Brüche oder doppelte Inhalte? Passt die Gliederung des Textes zur inhaltlichen Aktualisierung? Findest du noch Rechtschreibfehler? Lass den Text jetzt noch mindestens eine Nacht liegen und schau dann noch einmal drauf.
Du bist zufrieden mit dem Ergebnis? Dann raus damit.
Fazit
Es gibt einiges, was zu beachten ist, wenn man einen Blogartikel aktualisieren möchte. Manchmal werden die Änderungen sich im Rahmen halten, ein anderes Mal können die Aktualisierungen einen weit größeren Umfang einnehmen. Entscheide, ob es dann besser ist, den Artikel lieber ganz neu zu schreiben. Wenn du mal nicht weißt, über welches Thema du schreiben könntest, ist das Aktualisieren und Überarbeiten eines Blogartikels eine gute Lösung, um Inhalte neu zu pushen und zu promoten, zum Beispiel auch in den sozialen Medien.
Im Artikel Webtexte schreiben lassen kannst du meinen Prozess beim Verfassen eines Webtextes nachlesen.
Was ist eine Überschriftenhierarchie?
Überschriften auf Websites und in Blogartikeln werden durch sogenannte H-Ebenen strukturiert. Die Anordnung der H-Ebenen definiert die Überschriftenhierarchie. Sie sind in Zeiten der KI-Suche wichtiger denn je, denn sie sind eine Möglichkeit, Struktur in den Webauftritt zu bringen.
Es gibt die folgenden H-Ebenen: H1, H2, H3 und H4. Das sind die am häufigsten verwendeten H-Ebenen. Des Weiteren gibt es noch H5 und H6, welche nur in seltenen Fällen zur Anwendung kommen.
Die H1 ist immer der ersten Überschrift vorbehalten und sollte das wichtigste Keyword enthalten. Sie kommt nur einmal vor und sollte auf jeder Seite und in jedem Blogartikel eingesetzt werden.
Alle weiteren H-Ebenen strukturieren die jeweils höhere H-Ebene: Die H2 strukturiert die H1, die H3 strukturiert die H3 und so weiter.
Wichtig ist noch die richtige Reihenfolge. Es darf keine H-Ebene ausgelassen werden. Das passiert manchmal auf Webseiten, was man leicht mit einfachen SEO-Extensions im Chrome Browser überprüfen kann.
Was bedeutet SchemaMarkup und wozu dient es?
Bei Schema Markup handelt es sich um Code, der es Suchmaschinen erleichtert, Inhalte wie Texte, Bilder oder Videos präzise zu verstehen und in der Suche darzustellen.
Als SEO-Anfänger:in kannst du SchemaMarkup zunächst vernachlässigen. Dies übernehmen Plugins wie YoastSEO oder RankMath. Es reicht, wenn du weißt, wofür die Einstellung im Backend steht und was sie bedeutet.
SERP (Abkürzung für Search Engine Result Page) bedeutet Suchmaschinen-Ergebnisseite. Das ist die Seite, die dir angezeigt wird, wenn du ein Stichwort googelst.
SERP Snippets sind die Vorschau eines Suchtreffers in den Google Suchergebnissen. Die Snippets bestehen aus dem Titel der Webseite, einer kurzen Textvorschau - der Meta Description - und der URL.
Die SERP Snippets sollten nicht nur für einzelne Webseiten, sondern auch für jeden Blogartikel optimiert werden, damit die Blogartikel in den Suchergebnissen gut dargestellt werden und die Interessierten zum Anklicken einladen.